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Arashi for Dream - A German Fan Forum

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Sery ONE

Anmeldedatum: 30.03.2008 Beiträge: 441 Wohnort: Düsseldorf
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Verfasst am: Sa Feb 07, 2009 11:22 am Titel: Remarkable - The Same Difference (Ohmiya / Sakuraiba) [32] |
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Titel: Remarkable
Pairing: Ohmiya / Sakuraiba
Rating: bisher PG-13, ab Kapitel 16 R
Genre: alternative, angst, mystery
Summary: Ohno Satoshi – neu angelernter Host in einem Männerclub – verlor langsam den Glauben an ein besseres Leben. Doch eines Tages begegnete er diesem mysteriösen Kunden und alles in ihm hoffte plötzlich auf eine angenehme Wendung seines Lebens. Aber Ohno konnte noch nicht mal erahnen, was diese zweifellos prägnante Begegnung für Folgen hatte.
Warning: AU (Alternative Universe), RPS (Real Person Slash)
Prolog
Normalerweise mochte er es, wenn es anfing zu dämmern. Wenn sich das grelle Licht des Tages langsam in die angenehme Dunkelheit der Nacht verwandelte, einen gleichmäßigen Übergang bildete. Früher war die Nacht sein Freund gewesen – die einzigen Stunden in denen er sich erholen, ja wirklich zur Ruhe kommen konnte. Doch vor ein paar Wochen hatte sich dieses Empfinden geändert, war die Freundlichkeit der Nacht doch gänzlich verschwunden.
Ohno Satoshi seufzte leise, zog seine Knie etwas näher an seinen Körper.
„Ich will nicht…“, nuschelte er kaum hörbar gegen seine Beine, wohl wissend, dass er eh keine andere Wahl hatte. Seine Arbeit würde nicht auf ihn warten, zu einfach könnte ihn jemand ersetzten. Und dann… dann wäre es wohl das endgültige Aus für ihn und seine Familie.
Er verstand es nicht – verstand nicht wie sein Leben sich so schnell hatte ändern können. Und dass nur weil sein ehemaliger Chef wohl keine Lust mehr auf ihn hatte. Anders konnte er sich den plötzlichen Rauswurf aus dem kleinen Imbiss nicht erklären. Wo er doch das Geld so sehr gebraucht hatte! Wo er doch nicht nur sich, sondern auch seine Eltern zu ernähren hatte!
Das bekannte schlechte Gefühl breitete sich mehr und mehr in ihm aus, wusste er, dass er sich nun wirklich beeilen musste. Sein neuer Chef würde Unpünktlichkeit sicherlich nicht gut heißen. Er wollte es gar nicht erst ausprobieren.
Aber es war eine Qual – jedes Mal – diesem Job nachzugehen. Es war einfach nichts für ihn, er hasste es, wie ihn die ganzen fremden Männer näher kamen, ihn anfassten, obwohl er sie noch nie zuvor gesehen hatte. Allein beim Gedanken an die alten Typen lief ihm schon ein eiskalter Schauer über den Rücken.
Doch es nütze ja alles nichts, er redete sich jeden Abend aufs Neue ein, dass er das Geld brauchte; dass seine Familie das Geld brauchte. Und er froh sein konnte diesen Job, als Host in einer Bar ausschließlich für Männer, bekommen zu haben.
Zum Glück wussten seine Eltern wenigstens nicht, was es wirklich für ein Club war.
Sein Anzug für die Arbeit war das einzige ordentliche Outfit, dass er besaß; und auch nur dank seines guten Freundes Sho. Diesem hatte er auch den Job zu verdanken, hatte sich sein Kumpel bei seinem neuen Chef sehr für ihn eingesetzt, damit er eine Chance bekam, sich in der neuen Szene zu behaupten.
Doch Ohno hatte mehr und mehr das Gefühl, die Chance zu verspielen.
Er konnte das einfach nicht, konnte sich nicht von irgendwelchen dahergelaufenen alten Männern anfassen lassen, konnte die Blicke nicht ertragen, mit welchen sie ihn ansahen, Blicke die nur verrieten das alle das gleiche von ihm wollten.
Die Augen auf seine Hände gerichtet saß er da; einsam an der Bar. Viele seiner Kollegen hatten längst Kunden, auch Sho war schon lange mit arbeiten beschäftigt.
Er selbst musste immer lange warten, sehr lange, bis ihn irgendjemand ansprach. Denn den nötigen Mut, von sich aus selbst auf die Besucher des Clubs zuzugehen, hatte er noch lange nicht. Dafür war er viel zu unsicher, viel zu überfordert von seiner neuen Arbeit. Auch wenn er dieser jetzt schon seit knappen zwei Wochen nachging. Aber von Gewöhnung konnte er noch lange nicht sprechen, auch wenn Sho ihn jedes Mal mit den Worten „Gib dir ein paar Wochen, dann ist es ganz leicht für dich“ aufzumuntern versuchte.
Irgendwo hatte es ja auch seine Vorteile, nicht einer der Top-Hosts im Club zu sein, sagte er sich immer wieder. So hatte man wenigstens Arbeit, bekam sein Gehalt am Ende des Abends, ohne wirklich viel machen zu müssen. Aber Ohno wusste, dass der jämmerliche Stundenlohn nicht ausreichte, verdiente man sein Geld bei dieser Arbeit doch mit am meisten durch gutes Trinkgeld.
Und die Kunden waren bereit zu zahlen, viel zu zahlen, wenn man ihnen etwas bieten konnte.
„Satoshi-chan, hier, nimm die Drinks und ab zu Tisch 14! Dort wartet ein Kunde auf dich!“, ertönte es mit einem Mal in unsanftem Ton neben ihm und riss ihn aus seinen trüben Gedanken. Zwei Tequila wurden ihm entgegengehalten, darauf wartend, dass er sie annahm und schnell zu seinem Kunden lief.
„Hai!“ Ohno erhob sich eilig von seinem Platz, deutete eine kurze Verbeugung an und griff mit immer unangenehmerem Gefühl im Bauch schließlich nach den Getränken. Der Tisch lag in der hintersten Ecke des Clubs, verdunkelt und meistens für die Kunden, welche irgendwann wirklich nur noch eines wollten. Und das nicht in den extra dafür vorgesehenen Schlafzimmern. Ohno hatte schnell herausgefunden, wie es in dieser Bar zuging, konnte man sie irgendwo nicht mit anderen Clubs der Art vergleichen. Auch wenn hier die Hosts nur als Begleitpersonen angepriesen wurden, so hatte er viel zu oft schon einen seiner Kollegen mit seinem Kunden in die hinteren Räume verschwinden gesehen. Mit eindeutigem Blick, eindeutigem Griff. Auch wenn Sho es ihm wohl nicht hatte sagen wollen, er wusste, das viele der Kunden hier auf Sex aus waren. Und die Hosts deren Bedürfnissen willig gehorchten – der guten Bezahlung wegen.
Nervös trat er einen Schritt vor den anderen, versuchte sich zu beruhigen, sodass seine Hände nicht anfangen würden zu zittern. Denn letztes Mal waren ihm die Getränke aus den Fingern gerutscht und laut auf den Boden gefallen. Und sein Abendlohn hatte nie den Weg in seine Tasche gefunden.
Tisch 14. Tisch 14. Je näher er diesem kam, desto größer wurde der Kloß in seinem Hals, desto unangenehmer das Gefühl in seinem Magen. Doch er wusste, dass er sich dieses nicht anmerken lassen durfte. Die Kunden sahen es nicht gerne, wenn man Angst, Widerwillen zeigte. Und das schlimmste war Abneigung. Würde ein Kunde nur mitkriegen, wie sehr ihn doch diese Arbeit anwiderte, würde Ohno sofort gehen können. Und nicht mehr wiederkommen brauchen.
Aber genau das durfte nicht passieren! Er brauchte das Geld! Er brauchte es so sehr!
Doch Ohno Satoshi staunte nicht schlecht, als er den jungen Mann am Tisch erblickte. Denn er passte nicht hierher.
„G-guten Abend. Mein Name ist Satoshi und ich freue mich Ihnen für heute Abend Gesellschaft leisten zu dürfen.“, sprach er seinen auswendig gelernten Satz, senkte den Kopf kurz ein Stück, bevor er seinen neuen Kunden eindringlich musterte.
Er war gut aussehend. Deshalb passte er nicht hier her, in diesen kleinen Club, welchen zum Großteil nur ältere, notgeile Männer besuchten.
Schwarze Haare fielen ihm mit leichter Eleganz in dunkle Augen, aus denen er ihn mit durchdringendem Blick anstarrte. Ja wirklich starrte.
Ohno musste unter diesem Blick heftig schlucken, atmete tief ein und trat noch etwas näher an den jungen Mann. Sein Kunde war höchstens ein paar Jahre älter als er, wenn überhaupt.
„Guten Abend, Satoshi-kun“, erklang dessen lockere Stimme, in einem schon fast sanften Ton.
Aber seit wann wurden die Hosts hier mit ‚kun’ angeredet? Ohno schaute einen Moment lang perplex seinen Kunden an. Seit dem er hier arbeitete, war alles, was er als Anrede zu hören bekam immer nur ‚Satoshi-chan’ gewesen. Alle hatten ihn mit diesem Suffix angesprochen, selbst seine Kollegen. Und es hatte ihm seit seinem ersten Arbeitstag nicht gefallen.
„Ich bin Ninomiya.“ Diese Stimme. Sie war so anders, sie war so jung, so frisch, nicht wie diese rauchigen, tiefen Stimmen all der anderen Besucher. Nicht mit dem eindeutigen Unterton.
„N-ninomiya-san, guten Abend.“, wiederholte er schnell, stotternd, überrascht. Auch wenn er erst seit ein paar Wochen hier gearbeitet hatte, wusste er doch sofort, dass dieser Kunde anders war.
Anders als all die Anderen.
to be continued _________________

Zuletzt bearbeitet von Sery am So Nov 22, 2009 10:41 am, insgesamt 38-mal bearbeitet |
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Niji Arashic

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Careline ONE

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Verfasst am: Sa Feb 07, 2009 3:10 pm Titel: |
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Ich auch! *sich Niji nanschließ* |
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Sery ONE

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Sery ONE

Anmeldedatum: 30.03.2008 Beiträge: 441 Wohnort: Düsseldorf
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Verfasst am: Fr Feb 13, 2009 6:55 pm Titel: |
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So, hier kommt das erste Kapitel! Hoffe es gefällt euch ^____^
Kapitel 1
„Ne, magst du dich nicht zu mir setzen…?“, waren die Worte, welche Ohno Satoshi plötzlich aus seiner Starre rissen. Zu sehr war er gerade in Gedanken gewesen, als zu merken, dass er jetzt wohl schon eine ganze Weile einfach nur dagestanden und seinen Kunden angestarrt hatte.
Doch dies schien Ninomiya nicht zu stören, er lächelte ihn sogar leicht an und wartete scheinbar darauf, dass der Host reagieren würde.
„H-hai“, brachte dieser gerade noch so raus, setzte sich mit steigender Nervosität neben seinen neuen Kunden. Darauf bedacht, das Zittern seiner Hände nicht zu auffällig werden zu lassen, klemmte er sich diese zwischen seine Knie. Der Abstand zwischen ihm und Ninomiya war groß – zu groß; dass wusste er, doch seine Aufregung und innerliche Unruhe ließen es nicht zu, diesen zu überwinden.
Einen Moment herrschte Schweigen zwischen ihnen, Ohno traute sich noch nicht einmal in die Richtung des jungen Mannes zu sehen. Was war, wenn er ihn immer noch anstarrte? Wenn er näher gerückt war? Wenn er sich gleich wie all seine vorherigen Kunden beschweren würde? Ohno schluckte. Er wusste, er musste irgendetwas sagen, machen, irgendetwas. Wenn nicht, würde sich der nächste Kunde bei seinem Chef beschweren und Ohno seinen Job verlieren; Shos Bemühen wäre umsonst gewesen, ihm diesen zu vermitteln.
Sich mit den Gedanken Mut machend, zwang er sich nun dazu wenigstens den Mund aufzumachen:
„Uhm… Sind… sind Sie öfters hier?“, fragte er leise, stockend, aber mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen.
„Hai, ab und an, wenn mir mal danach ist. Oder mich einfach das Allein sein stört.“, kam auch prompt die Antwort des fremden Mannes. Und zu Ohnos Erstaunen hörte sich diese ziemlich ehrlich an.
Bevor er noch etwas darauf erwidern konnte, griff Ninomiya schon nach einem der Gläser, welche der Host mitgebracht hatte, und hielt es ihm vor die Nase. Ohno schluckte erneut, sah den Älteren fragend an.
„Hier, das ist gut gegen deine Nervosität.“ Sanftheit lag in dessen Stimme, als hätte er Nachsicht mit dem aufgeregten Host, als würde er sich wirklich um ihn kümmern wollen. Ein leichtes Lächeln unterstrich dessen liebe Worte, halfen Ohno wirklich dabei, ein bisschen Mut zu bekommen.
„Hai.“
Er befreite eine seiner leicht zitternden Hände von seinen Knien, griff nervös nach dem Glas. Ein schneller Blick wurde zu seinem Kunden gerichtet, bevor er leicht an seinem Drink nippte. Das Zeug schmeckte gar nicht mal so schlecht.
‚Mut, Satoshi, Mut!’, redete er sich weiterhin ein und trank den Rest der Flüssigkeit mit ein paar großen Schlucken aus, inständig darauf hoffend, dass ihm der Alkohol dabei verhalf, ruhiger zu werden. Doch als sein Blick erneut zu seinem Kunden glitt, kam seine Nervosität sofort wieder.
Ninomiya sah belustigt aus, griff auch nach seinem Glas, leerte dieses in schnellen Zügen, genau wie er selbst zuvor.
Blamierte sich Ohno gerade? Der belustigte Blick seines Kunden machte ihn unsicher.
Und dann kam die Stille wieder, Ohno hörte nur, wie Ninomiya zwei weitere Tequila beim Kellner bestellte. Den Blick gar nicht mehr auf seinen Kunden gerichtet, dachte er verzweifelt nach. Er musste über irgendetwas reden, sonst hätte er gleich keine Gesellschaft mehr. Und auch keinen Job. Aber ein Gesprächsthema zu finden fiel ihm so verdammt schwer, wusste er auch, dass alles was Familie und Privates zu tun hatte, von Grund auf tabu in diesem Geschäft war. Aber von was sollte er denn sonst reden?
„Ne, Satoshi-kun. Wie lang arbeitest du schon hier?“
Und wieder fiel ihm auf, wie anders sein neuer Kunde war. Die meisten hätten sich längst über seine Schweigsamkeit beschwert oder sich an ihn rangemacht, ihn mit ihren dreckigen Händen angefasst. Aber Ninomiya saß nur da, mit einem freundlichen und vor allem ziemlich netten Gesichtsausdruck, ohne jegliche flirtende Andeutung. Er saß noch genau an derselben Stelle, hatte sich kein Stückchen zum Host hin bewegt, als würde er dessen Sicherheitsabstand akzeptieren… ja vielleicht sogar respektieren.
„Uhm… noch nicht… sehr lange“. Seine Stimme klang etwas kratzig, hatte er wohl schon wieder zu lang geschwiegen. Er räusperte sich kurz, bevor er wieder den Mund öffnete: „Erst seit ein paar Wochen.“
Während seiner leisen, zögerlichen Worte hatte er sich kurz getraut, zum jungen Mann zu blicken, doch dauerte es nicht lange bis Ohno wieder auf seine Knie sah.
‚Er weiß, dass ich noch nicht lange hier bin, sonst würde er nicht fragen. Ich bin ihm zu neu…’, schoss es ihm mit einem Mal durch den Kopf. Vielleicht war das Ninomiyas Art, ihm klar zu machen, dass er keine Lust mehr auf ihn hatte und einen anderen Host haben wollte.
Diesmal war es der Kellner, der ihn von weiteren trüben Gedanken abhielt, als er die nächsten Getränke brachte. Ohno blickte wieder zu seinem Kunden herüber und nutze den Moment, in welchem Ninomiya mit dem Kellner beschäftigt war, um den jungen Mann kurz mustern zu können. Er hatte sehr gute Sachen an, soweit Ohno das in dem Dämmerlicht erkennen konnte, und dezenter Schmuck zierte seine Haut. Er sah wirklich wohlhabend aus und benahm sich auch so, als würde er alles um sich herum schon kennen. Ninomiya musste wirklich einiges an Geld haben – vielleicht eine reiche Familie? Ohno traute ihm auf jeden fall nicht zu, bereits schon so viel eigenes Geld zu verdienen, dafür wirkte er eindeutig zu jung.
„Erst seit ein paar Wochen, hm?“, griff sein Kunde dann plötzlich das Gesprächsthema wieder auf, während er nach den neuen Gläsern griff und eines davon vor Ohno platzierte.
„Ich hoffe du magst Tequila. Ansonsten bestell dir was anderes. Iss und trink ruhig soviel du willst.“ Sein freundliches Lächeln verschwand nicht, als er ihm die Speisekarte neben das Glas legte, nach seinem eigenen Griff und dieses in abermals schnellen Zügen leerte. Auch Alkohol schien er gewöhnt zu sein.
Ohno wusste, er musste wieder etwas sagen. Doch die Nervosität wollte trotz der Freundlichkeit des jungen Mannes einfach nicht verschwinden, wusste der Host doch weder ob es alles nur eine gut gespielte Fassade war, noch, was jetzt richtig war zu antworten.
„Te-Tequila ist gut.“, war das einzige, was ihm wirklich einfiel. Und um seine Wortkargheit nicht wieder so deutlich werden zu lassen, griff er schnell nach seinem Glas und trank demonstrativ einen großen Schluck des süßen Getränkes.
Doch bekam er leider genau mit, wie sich Ninomiya dabei seufzend zurück lehnte.
Ein kalter Schauer durchfuhr den Host, er bekam direkt Angst, seinen Kunden zu langweilen. Denn anders konnte er sich dessen Regung gerade nicht erklären.
‚Ich bin wohl einfach nicht dafür gemacht Host zu sein.’ Dieser Satz klang lauter und lauter in seinem Kopf, egal wie nett sein Kunde auch sein mochte, egal wie anders im Vergleich zu seinen bisherigen. Ohno Satoshi war einfach nicht für diesen Job gemacht. Und das Seufzen des jungen Mannes neben ihm war Beweis genug dafür.
„Darf ich fragen wie alt du bist?“, riss ihn wieder Ninomiyas sanfte Stimme aus seinen Gedanken; Gedanken, die ihn schon fast dazu gebracht hatten, aufzustehen und den Club zu verlassen.
„Ich bin zwanzig…“, erwiderte er mit leiser Stimme, „Und Sie…?“
Unsicher darüber, ob er das überhaupt fragen durfte, schaute Ohno seinen Kunden zögernd an. Aber immerhin war es ja seine Aufgabe, das Gespräch zu leiten und dafür zu Sorgen, dass nicht die ganze Zeit diese unangenehme Stille herrschte. Dabei beobachtete er genau, wie Ninomiya sich wieder langsam nach vorne beugte, seine Ellenbogen in einer geschmeidigen, aber raschen Bewegung auf dem Tisch platzierte und sein Kinn auf seinen Händen abstütze. Diese Pose hatte etwas niedliches an sich, schoss es dem Host direkt durch den Kopf, auch wenn der Gedanke wohl gerade mehr als unangebracht war.
„Zwanzig? Das ist aber ganz schön jung! Und dann so ein Job hier…“ Ninomiya schaute leicht verwundert, was sich auch in dessen Stimme widerspiegelte. Nur wusste Ohno in dem Moment nicht, was dessen Verwunderung hervorrief: Das er erst zwanzig war, oder das er eine vielleicht inakzeptable Frage gestellt hatte? Denn das Alter eines Kunden ging ihn eigentlich gar nichts an.
„Hm… wie alt schätzt du mich denn…?“
Der Host schluckte. Im Schätzen war er nun wirklich nicht gut. Noch dazu kam, dass er mit falscher Antwort seinem Kunden vielleicht zu Nahe trat. Aber er sah jung aus, wirklich jung. Konnte man da viel falsch machen?
‚Du darfst nicht so lange zögern’, dachte er sich eindringlich, während er den jungen Mann weiter musterte. Tiefes Luftholen verriet dessen Anspannung, bevor er sich endlich wagte zu antworten:
„Vier… vierundzwanzig?“
Ohno traute sich nicht, seinen Blick von Ninomiyas Gesicht zu nehmen, schaute ihn das erste Mal richtig an. Und selbst bei seiner Schätzung behielt der junge Mann sein amüsiertes Lächeln. So einen geduldigen Kunden hatte er wirklich noch nicht gehabt.
„So um den Dreh, ja…“
Schweigen. Ohno wusste nun beim besten Willen nicht mehr, was er noch sagen sollte, was er fragen könnte. Und er wusste auch nicht, wie weit Ninomiyas Geduld noch ging. Sein Blick glitt automatisch an dem nun wirklich jungen Kunden vorbei, hinüber zum anderen Tisch, wo sich gerade Host und Kunde verlangend küssten.
So sollte es eigentlich sein.
„Aber wie kommt man denn in so jungem Alter an so einen Job, Satoshi-kun?“
Ohno hatte nicht gemerkt, dass Ninomiyas Blick seinem gefolgt war, nur als er wieder überrascht zu diesem schaute, bemerkte er es. Irgendetwas Eigenartiges lag in den Augen des jungen Mannes, etwas, was sich der Host beim besten Willen nicht erklären konnte. Aber bevor er weiter darüber nachdachte, beeilte er sich lieber die Frage zu beantworten.
„Ich hab die Arbeit hier durch einen Freund bekommen. Es ist ein guter Job!“, erwiderte er mit fester Stimme. Alle Fragen über seinen Job hatte er so zu beantworten, dass musste er schon am ersten Tag lernen. Denn das war die Regel Nummer eins – man musste überzeugt von dem sein, was man tat. Also auch von seiner Stellung als Host.
Ninomiyas belustigtes Lächeln verschwand; wich einem sanften Blick.
„Ja, es ist wirklich ein guter Job. Aber die erste Zeit ist immer etwas schwierig, hm? Aber das wird… sobald du deine Nervosität verlierst.“, sprach er mit ruhiger Stimme die Worte aus, die auch Sho ganz am Anfang zu ihm gesagt hatte.
Doch Ohno musste sich plötzlich ins Gedächtnis rufen: Dies war nicht Sho! Dies war ein Kunde! Sein Kunde! Einer von den Männern, die hier waren um sich mit den Hosts zu vergnügen, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen, meist weil ihre Frauen ihnen nicht mehr reichten, oder sie einfach den Stress des Tages vergessen wollten. Aber Kunden ermutigten einen nicht, behandelten einen Host nicht so! Wieso war Ninomiya denn überhaupt hier?
‚Vielleicht will er wirklich einfach nur nicht alleine sein’, dachte Ohno, während er seine Augen wieder von dem jungen Mann nahm und mit gedankenverlorenem Blick seine eigenen Hände musterte.
„Magst du etwas essen…?“ Ohno hatte gar nicht gemerkt, wie sich Ninomiya die Speisekarte genommen hatte, aber scheinbar studierte er diese jetzt schon seit ein paar Minuten – hatte Ohno wieder die Zeit vergessen, als er seinen Gedanken nach hang?
„Eh..? Ob ich etwas essen mag?“, konnte er nur mehr als verwundert erwidern. Das war doch falsch! Ein Kunde fragte so etwas nicht, ein Kunde bestellte einfach und verlangte im besten Fall vom Host, mit ihm zu essen! Ohno konnte nur schlucken, als Ninomiya ihm auffordernd die Karte hinhielt. Sollte er sich jetzt etwa noch etwas aussuchen?
„Vielleicht… das hier.“, sprach er nach einigen Momenten mit zögerlicher Stimme, deutete auf das kleinste, billigste Gericht, welches er auf Anhieb finden konnte. Es gehörte zwar zu seinem Job, den Mann auszubeuten, aber soweit wollte er von Anfang an nicht gehen. Vor allem nicht bei diesem Kunden, wo er doch bisher einfach nur nett zu ihm war.
„Mhh… keinen Hunger?“, fragte Ninomiya mit einem erstaunten Unterton in der Stimme und sah Ohno genau so verwundert an, wie er klang. Aber was erwartete er denn? Sah Ohno so dünn und hungrig aus? Er hoffte ja wohl nicht!
Schnell schüttelte der Host den Kopf, zwang sich zu einem kleinen Lächeln.
„Ich habe schon etwas gegessen.“ Das war zwar die Wahrheit, meinte er damit aber lediglich sein kleines, eher mickrig ausgefallenes Frühstück. Seine genauen Beweggründe konnte er gerade nicht verstehen, welche ihn die Chance nicht ausnutzen ließen und sich eine extra große Portion guten Essens bestellten.
Vielleicht lag es wirklich an der Andersartigkeit des jungen Mannes, vielleicht lag es an seiner Nettigkeit, seiner Geduld, seiner Ruhe. Ohno konnte es nicht genau sagen.
Der Druck der Anspannung ließ langsam nach, als das Essen serviert wurde. Jetzt hatte Ohno jedenfalls nicht das Gefühl, das Gespräch weiter aufbauen zu müssen. Doch eine neue Art der Belastung kam, als ihm siedendheiß bewusst wurde, dass Ninomiya eine Flasche Wein zum Essen dazu bestellt hatte. Es war natürlich auch seine Aufgabe als Host, dass Einschenken zu übernehmen!
Schnell wurde sich also erhoben und nervös lächelnd nach der Flasche gegriffen. Das letzte Mal hatte er sie nicht aufbekommen und somit einen Kunden ziemlich verärgert, welcher daraufhin mit sehr schlechter Laune verschwunden war. Den Lohn hatte er wieder nicht erhalten.
Ohno schluckte heftig, blickte mit steigender Aufregung kurz zu Ninomiya rüber.
Aber die Flasche ließ sich gut öffnen. Laut atmete er aus, beruhigte sich wieder ein bisschen, doch seine Hände zitterten immer noch leicht, als er die schwere Flasche zum einschütten ansetzte. Und dann passierte es schneller als er hingucken konnte.
Der Flaschenmund rutschte am Glasrand ab, das leise Geräusch eines umfallenden Weinglases erklang und schon war die rote Flüssigkeit auf das Jackett seines Kunden gespritzt.
Dem jungen Host war der Schrecken ins Gesicht geschrieben.
„So ein Mist!“, war das einzige, was er vor lauter Panik noch sagen konnte, als er rasch die Flasche beiseite stellte und nach einer Serviette griff.
„Es… es tut mir so leid!“
Schnell fing er an verzweifelt auf den Rotweinflecken rum zu tupfen, welche sich aber immer mehr und mehr verteilten. Kalter Schweiß lief ihm den Rücken hinunter als er sah, dass alles dadurch noch schlimmer wurde. Er hatte die Klamotten seines Kunden ruiniert! Jetzt war alles vorbei! Jetzt würde er endgültig seinen Job verlieren!
„D-das wollte ich nicht…!“
Einen Moment herrschte Stille zwischen den beiden jungen Männern, Ohno schaute seinen Kunden verzweifelt an, welcher den Blick leicht erschrocken erwiderte.
Und dann fing Ninomiya leise an zu lachen.
to be continued _________________

Zuletzt bearbeitet von Sery am Fr Feb 13, 2009 7:39 pm, insgesamt einmal bearbeitet |
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Niji Arashic

Anmeldedatum: 04.02.2008 Beiträge: 1088 Wohnort: München
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Jenny-chan How's it going

Anmeldedatum: 31.01.2009 Beiträge: 128 Wohnort: Göttingen
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Verfasst am: So Feb 15, 2009 12:01 pm Titel: |
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*kyaa* die FF gefällt mir... ich will weiterlesen^^ voll gut geschrieben^^ |
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Careline ONE

Anmeldedatum: 04.05.2008 Beiträge: 615 Wohnort: Quakenbrück
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Anny How's it going

Anmeldedatum: 02.12.2008 Beiträge: 64 Wohnort: Oldenburg
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Verfasst am: Fr Feb 20, 2009 10:05 pm Titel: |
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Ahhhh....tut mir leid das das so lange gedauert hat aber hier ist nun auch ein commi von mir!!^^
OMG Ohno als Host! Wie bist du da bloß drauf gekomen?? Sehr sexy!!^__^
Will mehr lesen!!!  _________________ It must be difficult to date Nino. I'd be like "Well I totally like you. But what about your husband?"
But it must be harder to date Ohno. Come to think of it, you would turn around and see Jun and Nino smiling at you. |
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Nanao Site Admin

Anmeldedatum: 02.02.2008 Beiträge: 1762 Wohnort: Weinheim
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Verfasst am: Mo Feb 23, 2009 12:31 pm Titel: |
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Ah das wollte ich doch gestern schon dir schreiben... gomen habs vergessen. Hier mein Comment den ich im Flugzeug geschriebselt hab:
Das Erste was ich während dem Flug gemacht habe, war deine FF endlich zu lesen. (OK; ich gebs zu ich war erst mal kurz weggepennt ^^;
Wenn ich meinen Chara aufrecht halten wollte, müsste ich mich mit dem Comment jetzt zurückhalten. ABER hier siegt dann doch mein Ohmiya Herz. Ich mag die Story bisher super gern! Arashi = Host =
Und Ohno is ja wohl mal mehr alss süß!!! Tut mir natürlich auch sehr leid. Aber yokatta dass Nino aufgetaucht ist.
Ich bin wirklich gespannt wie es weitergeht! (Auch wenn ichs teilweise ja schon weiß XD)
Also ich "erlaube" dir auch an dieser weiterzuschreiben bevor du bei "meiner" weitermachst. *lach* Mehr Ohmiya braucht das land! Jetzt hoff ich, ich kann die Krakelschrift hier noch entziffern, das nämlich auf den ausdruck gekrakelt hab.Lappi im Flieger muss ja ncih sein XD
Schreib schnell weiter!! Aber vergiss das RPG nich xDD
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Sery ONE

Anmeldedatum: 30.03.2008 Beiträge: 441 Wohnort: Düsseldorf
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Verfasst am: So März 01, 2009 8:17 pm Titel: |
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Ein groooßes Dankeschön an euch alle für eure lieben Comments! Das tut echt gut und gibt mir vieeeeeel Ansporn weiter zu schreiben! ^____^
@Niji: Ob Sho ihm damit einen Gefallen getan hat, wird sich wohl noch herausstellen XD Aber immerhin konnten sich Nino und Ohno so schonmal kennenlernen, ne? ^^
@Jenny-chan: Freut mich total dass dir meine FF gefällt! Ich hoffe das bleibt auch so ^___~
@Careline: Ach... Careline... wieso kann ich manchmal meine Klappe nicht halten? XD Aber ich hoffe, es bleibt trotzdem spannend für dich XD *drück*
@Anny: Ohno als Host! Hihi! Ich hab keine Ahnung was mich daaaaa geritten hat XD
@Nanao: Jaaaah... Liebes. XD Was soll ich sagen? Ich bin froh das du deinen Chara nicht aufrecht erhälst! Denn das hätte die FF nicht verdient ;___; Und danke für deine Erlaubnis, hab das auch direkt mal in die Tat umgesetzt! Und nein... ich vergess unser RPG nicht XD Wie könnt ich denn? XDDD Aber vergiss du nicht, dass es da drei FFs gibt, die nur so darauf warten, von dir geschrieben zu werden ^____~
So... hier ist es auch nun, das zweite Kapitel! Habt viel Spaß ^____^
(Kleine Anmerkung: Nur damit ihr nen groben Überblick habt, was die Länge der FF angeht... ich hab vom RPG jetzt eine Seite geschrieben... wir sind derzeit bei Seite 35. Und wir werden noch ca. 10 Seiten schreiben, bevor die Story dem Ende zugeht. Es wird also laaaaang. Ich hoffe ihr mögt lange Geschichten! XD)
Kapitel 2
Ohno Satoshi spürte, wie sich die Panik immer mehr in ihm breit machte. Er konnte das Lachen seines Kunden nicht einordnen, wusste nur zu gut was jetzt wohl passieren würde. Ninomiya würde nicht lange warten und zu seinem Chef gehen. Ohno würde seinen Job verlieren und müsste mit größter Wahrscheinlichkeit auch für die Kosten des verschmutzen Jacketts aufkommen. Wie sollte er das tun? Und vor allem: Was sollte er jetzt tun? Ohno wusste gerade beim besten Willen nicht mehr weiter.
Und das schien ihm scheinbar deutlich ins Gesicht geschrieben, denn anders konnte er sich die nächste Regung seines Kunden nicht erklären.
Denn er merkte plötzlich, wie sich zwei Hände auf seine Schulter legten. Ohno wusste nicht wie ihm geschah, aber er spürte bei dem ersten, leichten Körperkontakt an diesem Abend ganz deutlich einen merkwürdigen Schauer durch seinen Körper fahren, ein Gefühl, dass ihm bisher total unbekannt war. Es ließ ihn kurz erschaudern, denn er konnte nicht sagen, dass es sich angenehm anfühlte. Aber so schnell wie dieses Gefühl kam, so schnell verging es wieder und er versuchte sich nicht weiter daran aufzuhalten.
Unsicher schaute er Ninomiya an - nur um ein belustigtes Lächeln entgegen gebracht zu bekommen.
„Die Nervosität, was? Ist schon was Schlimmes…“
Ohno dachte, er würde nicht richtig hören. Ninomiya hatte diesen Satz mit solch einer Lockerheit in der Stimme ausgesprochen, dass sie mehr als Fehl am Platz erschien. Müsste er denn nicht eigentlich sauer sein…?
Aber das war wohl noch nicht alles, denn Ohno konnte nun beobachten, wie sich sein Kunde kurzerhand das Jackett auszog und es über den nächsten Stuhl hang. Der Host folgte dieser Bewegung mit großen Augen, auch als Ninomiya nach dem Weinglas griff, es wieder richtig hinstellte und ihm die Weinflasche aus der Hand nahm. Ohno hatte gar nicht mehr gemerkt, dass er sie immer noch festgehalten hatte.
Sanft lächelnd übernahm nun also der Kunde das Einschenken.
Einen Moment lang konnte Ohno dem nur zusehen, bevor er nach der ganzen Misere endlich seine Stimme wieder fand.
„Ich bezahl das Jackett!“, brach es aus ihm heraus. Doch er musste direkt leicht schlucken, als ihm bewusst wurde was er da gesagt hatte. Als ob er sich das leisten könnte! Aber genauso gut konnte er es sich nicht leisten seinen Job zu verlieren…
Ninomiya schaute mit ernstem Blick von Ohno auf sein Jackett und dann wieder zu ihm. Würde er sich jetzt aufregen? Ohnos Anspannung wuchs wieder immens.
Doch wie schon einen Moment zuvor erklang nur das Lachen des Kunden, wieder leise, aber für den Host gut hörbar.
„Die Reinigung kann ich grad noch so bezahlen…“, sprach Ninomiya auch schon. Seine Lippen verzogen sich zu einem süßen Grinsen, bevor er weiter redete: „Und jetzt mach dir keine Gedanken darüber, sondern iss lieber. Sonst ist dein Essen gleich kalt.“
„H-Hai…“ Ohno nickte leicht, während die Antwort stockend über seine Lippen kam. Sein Blick war wieder auf seinen Kunden gerichtet, nervös und angespannt, sah ihm dabei zu wie dieser langsam nach seinen Stäbchen griff und mit dem Essen anfing. Einen Moment lang beobachtete er Ninomiya dabei, bis dieser plötzlich seinen Kopf hob und den Host mit undefinierbarem, schon fast starrendem Blick ansah. Davon unangenehm berührt, sank Ohno schnell seinen Kopf, musterte die kleine Portion des Essens, welche vor ihm lag.
Enttäuschung fing an, sich in ihm breit zu machen.
‚Du redest nur Mist Satoshi… so wird das nie was. Sei froh das er immer noch so ruhig mit dir umgeht und versau nicht alles!’, sprach er ermahnend zu sich selbst, während er langsam anfing etwas zu essen. Darauf bedacht, die Nahrung wirklich nicht zu schnell aufzunehmen, damit er rascher satt werden würde, ließ er sich also wirklich Zeit. Denn das würde wohl das Letzte sein, was er an diesem Tag noch bekommen würde.
Aber es ging doch schneller als gedacht, sein Teller war bis auf den letzten Krümel leer und er lächelte Ninomiya zurückhaltend an. Irgendwo in sich fing er an zu hoffen, seinen Kunden nicht vollends vergrault zu haben. Ja, er fing wirklich an zu hoffen, dass Ninomiya wiederkommen würde, wenn er heute Nacht den Club verließ.
Der Kunde griff nach seinem Glas Rotwein, grinste leicht vor sich hin. Ohno wunderte sich, woran er gerade wohl dachte. Vielleicht an sein dummes Missgeschick? Aber als er sah, mit welcher eleganten Bewegung sich Ninomiya das Glas an den Mund führte und einen kurzen Schluck nahm, fiel ihm ein, wie unhöflich er selbst doch mal wieder war. Schnell griff er nach seinem eigenen Glas, führte es sich aber weitaus ungeschickter an die Lippen und verschüttete dabei die rote Flüssigkeit fast wieder. Froh darüber, dass ihm nicht noch etwas Dummes passiert war, nahm er einen Schluck, worauf hin er aber gleich das Gesicht verzog. Bitter.
Er versuchte zwar schnell wieder ein Lächeln auf zu setzten, doch als er zum erneuten Mal das leise Lachen des Kunden vernahm, welches sich dieses mal mehr wie ein Kichern anhörte, wusste er, dass seine Reaktion auf den Wein nicht ungesehen geblieben war.
„Ist der Wein nicht dein Fall? Viel zu bitter, ne?“, klang auch direkt die belustigte Stimme in seine Ohren, welcher ein weiteres Lachen folgte.
„Da muss man sich erst dran gewöhnen.“
Die Worte ließen Ohno nicht unberührt, spürte er, wie sich leichte Hitze auf seine Wangen legte. Ein nervöses, schiefes Grinsen erschien auf seinen Lippen, verschwand aber schnell wieder, als er die nächsten Worte des Kunden vernahm:
„Als ich das erste Mal so einen guten Wein getrunken hab, hab ich ihn wieder ausgespuckt. Alle haben mich schief angesehen!“
Ohno sah ihn dann doch etwas überrascht an, er hatte bisher noch keinen Kunden gehabt, der so locker etwas über sich erzählt hatte. Aber dass Ninomiya anders als seine bisherigen Kunden war, hatte er ja bereits festgestellt. Jetzt hieß es wohl, das Beste daraus zu machen. Aber wie das genau aussah, konnte Ohno zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal erahnen.
Wenig später erhob sich Ninomiya, schien wohl gehen zu wollen. Ohno erhob sich direkt auch, rein aus Höflichkeit. Würde es nach seiner eigener Interesse gehen, hätte er den Älteren wohl am Arm gepackt und ihn wieder neben sich gezogen. Denn irgendwie wollte er nicht, dass sein Kunde ihn verließ, wollte nicht, dass er ging und Ohno damit wieder den ganzen anderen Gästen ausgesetzt war. Ein unbemerktes, leises Seufzen entwich seiner Kehle, blieb aber zum Glück ungehört.
„So, Satoshi-kun. Ich bedanke mich für deine Gesellschaft.“ Sanften Worten folgte ein liebes Lächeln. Doch Ohno kam gar nicht dazu, etwas auf die höflichen und zugleich netten Worte zu erwidern. Denn Ninomiya beugte sich plötzlich nach vorne, kam ihm nah. Sehr nah.
So nah, dass der Host sein eigenes Herz laut in seiner Brust schlagen hörte.
Nur am Rande bekam er mit, wie sein Kunde ihm irgendetwas in die Hand drückte, denn er war gerade viel zu aufgeregt, viel zu überladen von der plötzlichen Nähe.
„Hier, behalt es für dich. Ich weiß das normal euer Trinkgeld mit eurem Lohn verrechnet wird.“
Ein kurzes Zwinkern holte Ohno aus seiner plötzlichen Starre. Sein Herz beruhigte sich zwar erstmal nicht, aber er nahm langsam wieder alles um sich herum wahr. Den lauten Trubel im Club, die dumpfe Musik und vor allem Ninomiyas letzte Worte, bevor dieser sich umdrehte, nach seinem Jackett griff und verschwand:
„Bis bald, ne?“
to be continued
Im nächsten Kapitel hat übrigends ein weiterer Member seinen Auftritt XD _________________

Zuletzt bearbeitet von Sery am Mo März 02, 2009 6:44 am, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Careline ONE

Anmeldedatum: 04.05.2008 Beiträge: 615 Wohnort: Quakenbrück
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Verfasst am: So März 01, 2009 8:25 pm Titel: |
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Whaaa~
Das wird immer besser ~ Wie süß du Nino beschreibst und die Trinkgeldszene is gold wert
Ist aber nicht schlimm, dass du mich etwas gespoilert hast... ist trotzdem noch spannend genug ^____^ |
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Nanao Site Admin

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Niji Arashic

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Jenny-chan How's it going

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Verfasst am: Di März 03, 2009 5:06 pm Titel: |
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*kawaiii* Ich hab mich voll über das Kapitel gefreut^^ *großes Lob*
Ich weiß nicht, aber Ohno tut mir irgendwie ein bisschen Leid. Ich hoff, das ändert sich bald^^
Freu mich schon auf das nächste Kapitel |
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