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Der ganz normale Wahnsinn (Ohmiya/One Shot)

 
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Autor Nachricht
Niji
Arashic


Anmeldedatum: 04.02.2008
Beiträge: 1088
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Mi Jun 17, 2009 10:29 am    Titel: Der ganz normale Wahnsinn (Ohmiya/One Shot) Antworten mit Zitat

Titel: Der ganz normale Wahnsinn
Autoren: Mika & Niji
Pairing: Ohmiya
Disclaimer: ich glaube ich spreche für Mika und mich selber wenn ich behaupte wir hätten beide nichts dagegen wenn Arashi uns gehören würde, doch leider ist dem nicht so ... D:
Summary: Wenn zwei Sturköpfe eine Situation falsch deuten, wenn Jun versucht zu helfen alles aber nur schlimmer macht, wenn Sho nicht mehr weiß wie er helfen soll und Aiba eingeschnappt ist weil er nicht helfen kann, dann hilft nur noch ein Schlag ins Gesicht
Warning: Lang! um die 11000 wörter, wütender Jun, viel Sturheit hm... ich glaube das ist es so im großen und ganzen
AN 1: ahh und ehe ich es vergesse ^^ nochmal Happy Birthday Nino-chan

dozo:

Sie machten sich oft deswegen über ihn lustig, sie alle, Freunde, Nachbarn, Bandmitglieder, doch Ohno konnte nichts in der Welt so egal sein wie die Meinung anderer zu diesem Thema. Ja, er lebte mit 28 Jahren noch zuhause, aber warum sollte er ausziehen wollen wenn es nichts schöneres gab als auf genau diesem Dach zu liegen und die Sterne zu betrachten, als spät abends nach einem harten Tag der Arbeit nach Hause zu kommen und von einer warmen, lebendigen Wohnung begrüßt zu werden mit seiner Lieblingsschale Ramen auf dem Tisch.

Für Ohno war die Vorstellung alleine zu wohnen unerträglich. Warum gab es Menschen die nicht mit ihrer Familie leben wollten? Warum gab es Kinder die ununterbrochen nur mit ihren Eltern stritten? Er bemitleidete jeden der das ertragen musste. Nino war so jemand, sein Vater hatte die Familie verlassen als er noch klein war und mit seiner Mutter und Schwester stritt er sich bei jeder Gelegenheit. Doch er sagte jedes Mal dass er gerne alleine lebte. Ohno glaubte ihm nicht.

Matsujun lebt auch alleine, doch bei ihm hatte das einen anderen Hintergrund. Nicht weil er nicht mehr zuhause leben konnte oder sich mit seiner Familie zerstritten hatte, sondern weil er so viel näher an der Arbeit wohnte und seine Ruhe am Abend hatte. Ohno dachte manchmal aus Spaß das er aus denselben Gründen nicht mehr zuhause lebte wie Sawada Shin, nur das er jederzeit zuhause Willkommen war.

Aiba hatte auch eine eigene Wohnung in Tokyo doch an seinen freien Tagen kehrte er immer zu seiner Familie und Tieren nach Chiba zurück. Er lächelte bei dem Gedanken daran, irgendwie kam ihm Aiba im inneren immer noch wie ein kleines Kind vor.

Sho lebte wie er noch bei seinen Eltern, aber das liegt daran das er seit ihrem Debüt einfach viel zu viel zu tun hatte als das er auch noch einen Umzug in seinen Stundenplan unterbringen könnte. Ja, Sho war sehr beschäftigt, und Ohno bewunderte ihn dafür was er alles Schaffen konnte. Er selber hätte es wohl nie geschafft neben Arashi auch noch die Uni mit Erfolg abzuschließen.

Eine kühle Briese blies über ihn hinweg und er zitterte leicht, aber er machte keine Anstalten von dem Dach aufzustehen und in die warme Wohnung zu gehen, er wollte jetzt einfach noch ein bisschen hier liegen und die Ruhe genießen.

Ohno war schon fast eingeschlafen als sein Handy auf einmal vibrierte. Er holte es raus und lächelte als er den Absender der SMS sah. Es war eine Nachricht von Nino. "Was machst du gerade? Hast du Lust noch ein wenig vorbeizuschauen? Hab einige neue Kartentricks die ich gerne ausprobieren würde."

Auch wenn er die Abende auf seinem Dach liebte, so verbrachte er doch ebenso gerne Zeit mit seinen Freunden. Ohno tippte schnell zurück, dass er sich bald auf dem Weg machen würde.

Dieser Abend würde bestimmt noch lustig werden. Er sah Nino gerne bei seinen Zaubertricks zu, vor allem weil er so einen guten Grund hatte Ninos kleine süße Hände zu beobachten. Auch freute er sich sehr darüber, dass der jüngere meistens ihn als Versuchsperson aussuchte.

Ohno stand auf und kletterte durch das Dachfenster zurück in sein Zimmer. Es war kein großes Zimmer aber er liebte es. Es hatte wegen dem Dach schiefe Wände und war nur mit einem Bett, einem Schrank und einem Schreibtisch eingerichtet. Auf dem Schreibtisch lag seine neueste Zeichnung die noch nicht ganz fertig war. Er versuchte sich Momentan daran ein Bild von Arashi zu Zeichnen aber irgendwas fehlte noch und er konnte nicht genau sagen was es war.

Er zog sich schnell um, eilte die Treppe hinunter und rief seiner Mutter zu das er noch bei Nino war bevor er aus der Tür rannte und sich auf dem schnellsten Weg zur nächsten U-Bahnstation aufmachte. Ninos Apartment war zum Glück nicht weit weg von seinem eigenen.

Nur eine Viertelstunde später stand er vor Ninos Wohnung und klingelte. Als ob Nino auf ihn gewartet hätte, 'na ja er hat wahrscheinlich auf dich gewartet Satoshi' dachte er sich, schwang die Tür nur ein paar Sekunden später auf und Ohno betrat die ihm so bekannte Wohnung. Sie war wie immer aufgeräumt, etwas was er nie von Nino erwarten würde, aber dieser war erstaunlicherweise sehr Ordentlich.

"Da bist du ja endlich.", begrüßte Nino ihn und führte ihn sogleich ins Wohnzimmer. Eigentlich würde man erwarten, dass hier überall Spielkonsolen und Spiele verteilt waren, aber Nino legte sehr großen Wert auf seine Sammlung und verstaute diese gut und sortiert in Schränken und Regalen. Neben den Spielen gab es noch viele Bücher, von denen nicht gerade wenige Mangas waren, und eine moderne Hi-Fi-Anlage. Im Moment schien Nino mal wieder eines seiner Game-Soundtracks zu hören. Wenn er sich richtig erinnerte dürfte es sich diesmal um Zelda handeln. Nino hatte diese CD immerhin lange genug im Auto gehört.

Auf dem Wohnzimmertisch konnte Ohno schon die Karten sehen und zu seiner Überraschung auch einen Kuchen und einen heißen Kakao. Nino sah seinen überraschten Blick und sagte in einem verlegenen Ton: "Ich dachte ich mache uns eine Kleinigkeit, wenn ich dich schon so spät noch zu mir bitte. Außerdem bin ich es dir ja schon lange schuldig, nachdem du immer so brav mein Versuchskaninchen für meine Zaubertricks bist."

"Du bist süß.", antwortete Ohno mit einem Lächeln bevor er sich auf das Sofa setzte und sich ein Stück Kuchen nahm. "Ahh, Umai!" Der Kuchen schmeckte echt gut, er liebte es wenn Nino kochte, besonders wenn er für ihn kochte. Er nahm noch einen Bissen von dem Marmorkuchen und registrierte dabei gar nicht dass er von Nino zufrieden beobachtet wurde.

"Wer ist hier jetzt süß?", fragte dieser dann verschmitzt als er sich dann doch neben Ohno hinsetzte und ihre Knie zusammenstoßen ließ.

"Nino!", antwortete der ältere und nahm noch einen bissen vom Kuchen. Kichernd schüttelte Nino den Kopf.

"Aber Oh-chan ist auch süß!" Er legte seinen Arm um Riidas Schultern und beobachtete ihn weiter wie er sich nun das zweite Stück Kuchen genehmigte.

"Willst du kein Stück?", fragte Ohno und merkte erst jetzt wie nahe ihm Nino doch war. Ihm stieg leichte Röte ins Gesicht und er musste schlucken. Er genoss die Nähe des jüngeren, aber manchmal schien er sie zu sehr zu genießen. Sie waren die besten Freunde und liebten sich beide sehr, aber waren seine Gefühle noch die eines guten Freundes oder war da doch mehr?

Er verbannte diese Gedanken und konzentrierte sich wieder aufs hier und jetzt. Er wollte einen schönen Abend mit Nino verbringen und nicht über das Chaos seiner Gefühle nachdenken.

Ohno griff nach seinem dritten Stück Kuchen und biss genüsslich hinein. Er schmeckte wirklich köstlich. "Oh-chan wird noch ganz dick werden wenn er weiter soviel Kuchen in sich hineinstopft.", sagte Nino neckisch neben ihm und zwickte ihn dabei in den Bauch.

"Dann sollte ich ihn lieber mit dir teilen." und sogleich fiel Ohno über Nino her und versuchte ihn mit dem Kuchen zu füttern.

Nino wehrte sich mit Händen und Füßen dagegen von Ohno gefüttert zu werden, bis er sich schließlich nach kurzem Gerangel auf das Sofa gepinnt wieder fand, der ältere war einfach stärker als er. Das was von dem Kuchen in Riidas Hand von dem Kampf nicht zerbröselt auf Ninos Sofa verteilt lag, wurde ihm jetzt in den Mund gestopft.

"Gemein.", nuschelte Nino um den bissen herum, schluckte ihn aber brav runter. Ohno jedoch schien gefallen am Nino füttern gefunden zu haben, denn er langte schon nach dem vierten Stück Marmorkuchen, brach ein Stück ab das er selber aß und ein zweites das auf dieselbe weise, nur mit weniger Widerstand, in Ninos Mund wanderte.

Fasziniert beobachtete Ohno den jüngeren beim Kauen und als er den Kuchenbrösel in Ninos Mundwinkel entdeckte fiel es ihm unglaublich schwer sich nicht vorzulehnen und den Brösel wegzuküssen. Stattdessen machte er einen plötzlichen Rückzieher, ließ Nino frei und setzte sich wieder gerade hin, so dass sie sich nicht mehr berührten.

Nino beobachte Ohnos sonderbares Verhalten und wollte gerade fragen was los ist als Ohno ihm schon zuvor kam. "Wolltest du mir nicht einen neuen Kartentrick zeigen?".

Sogleich war Nino abgelenkt und nahm sein Kartendeck. Begeistert erzählte er Ohno von seinem neuen Trick. "Du wirst aus dem Staunen nicht mehr herauskommen Oh-chan. Mit diesem Trick werde ich alles andere übertrumpfen und du wirst der erste sein der dieses Meisterstück sieht."

Ohno musste lächeln als er Ninos strahlende Augen sah und wie dieser munter von seinem Trick erzählte. Er versuchte sich darauf zu konzentrieren was Nino ihm sagte, aber seine Augen wanderten immer wieder zu Ninos Händen. Jeder wusste, dass er eine Schwäche für sie hatte. Sie waren so klein und niedlich und wie sie immer so flink die Karten mischten oder über den Kontroller einer Konsole huschten. Warum Nino seine Hände nicht mochte würde er nie verstehen können.

Nachdem er die Karten mehrmals gemischt und voneinander abgehoben hatte, hielt er sie verdeckt als Fächer vor Ohno ausgebreitet hin. "Zieh eine Karte."

Ohno tat wie ihm geheißen und sah sie sich an. Es war eine Pik Neun. Dann legte er die Karte wieder oben auf den Stapel ohne dass Nino sie sehen konnte und dieser begann wieder die Karten zu mischen. Ohno konnte nicht umhin wieder zu bewundern wie unglaublich geschickt Ninos Hände waren. Dann legte Nino den Stapel wieder auf den Tisch, nahm nur die obersten vier Karten in die Hand und zeigte sie Ohno.

"Deine Karte ist nicht dabei oder?", fragte der jüngere und Ohno nickte nur. Nino mischte dieses Mal nur die vier Karten in seiner Hand und zeigte dann nur die unterste vor.

Es war die Pik Neun die er zuvor in der Hand hatte. „Wow“, sagte Ohno staunend. "Wie hast du das gemacht?" Nino zwinkerte nur.

"Geheimnis!" Er legte die Karten wieder zurück auf einen Stapel. "Was glaubst du wie erfolgreich die ganzen Zauberer wären wenn sie jedem ihre Tricks offen legen würden."

„Ach komm schon. Mir kannst du es doch ruhig verraten. Wir sind doch beste Freunde.“, bettelte Ohno und setzte dabei seinen besten Hundeblick auf.

„Nichts da. Da kannst du noch soviel betteln. Meine Zaubertricks bleiben ein Geheimnis.“, grinste Nino frech und stupste Ohnos Nase an. Ohno schmollte und sah Nino Mitleid erregend an.

„Du bist so niedlich.“, lachte Nino und konnte nicht widerstehen Ohno dabei in die Wangen zu kneifen. Dann nahm er einen Stück Kuchen, brach etwas ab und steckte es Ohno in den Mund. Dieser konnte sich ein Grinsen nicht länger verkneifen.

Ohno kaute den Kuchen und schluckte ihn runter, bevor er sich etwas von dem Stück in Ninos Hand abbrach und es Nino in den Mund steckte. Dieser versuchte dieses mal gar nicht erst sich zu wehren und aß brav was Ohno ihm gab. So fütterten sie sich bis keiner von beiden mehr einen Bissen runter bekam.

Der Kakao war inzwischen kalt geworden als sich Ohno schließlich doch noch einen nahm, Kuchen machte durstig. Dann lehnte er sich am Sofa zurück und schloss kurz die Augen. Genoss es hier in Ninos Gesellschaft zu sein. Er spürte ein Gewicht auf seinem Schoß und ohne die Augen zu öffnen führte er wie automatisch seine Hand zu Ninos Kopf und kraulte durch die Haare. Ein Lächeln breitete sich in seinem Gesicht aus, hörte er da tatsächlich ein Schnurren?

Nino fühlte sich richtig wohl. Dieses Gefühl der absoluten Geborgenheit schaffte nur Ohno in ihm auszulösen. Was hatte der ältere nur an sich, dass er eine solch starke Wirkung auf ihn hatte. Egal wie sehr er versuchte zwischen sich und Ohno einen gewissen Abstand zu bewahren aus Angst eine unsichtbare Grenze zu überschreiten umso mehr wurde er von diesem angezogen. Es war geradezu als wäre dieser magnetisch und Nino könne sich seiner Kraft nicht widersetzen. Nino lächelte bei dem Gedanken. Wie oft war seine Hand schon unbewusst zu Ohnos Hintern gewandert oder hatte sich auf dessen Knie wieder gefunden. Nein, er konnte wirklich nichts dafür, wenn Ohno so unwiderstehlich süß und unschuldig die meiste Zeit aussah und seine unbedarfte Art ihn immer wieder in seinen Bann zogen.

Sein Blick fiel auf die Uhr und er sah, dass es Zeit für Ohno war zu gehen. Aber er wollte ihn nicht gehen lassen. Sein Appartement war so kalt und leer ohne ihn. Wie oft hatte er Ohno schon versichert, dass es ihm nichts ausmachte alleine zu leben und jedes Mal hatte er den Älteren belogen. Ohne seine Freunde fühlte er sich so einsam und alleine hier und nichts hatte wirklich Bedeutung. Was brachten ihn all die tollen Sachen, wenn er sie mit keinem teilen konnte? Nichts von allem würde Ohno allerdings aus seinem Munde hören. Er wollte dem anderen keine Sorgen bereiten.

Also blieb er einfach still liegen und genoss die Aufmerksamkeit die er bekam, vielleicht würde Ohno die Zeit nicht bemerken und hier übernachten. Nino hätte auch einfach fragen können, das wusste er, aber irgendwas hielt ihn davon ab. Vielleicht war es die Angst abgewiesen zu werden? Er konnte es nicht sagen.

Ohno öffnete seine Augen wieder und sah auf Nino hinunter der inzwischen mit geschlossenen Augen und einem unglaublich friedlichen und zufriedenem Ausdruck im Gesicht da lag. Er lächelte, sah auf und erblickte die Uhr. Es war allmählich Zeit für ihn nach Hause zu fahren, es war nicht mehr lang hin bis die letzte U-Bahn fahren würde, außerdem hatten sie am nächsten morgen Arbeit und sollten nicht all zu spät ins Bett gehen. Doch Ohno hatte das Gefühl dass er hier, zusammen mit Nino, sich viel besser erholen würde können als zuhause alleine in seinem Bett. So hoffte er, der jüngere würde nicht merken wie spät es war und ihn vor die Tür setzen.

Natürlich hätte er auch einfach fragen können ob er übernachten durfte, Nino würde ihn bestimmt nicht abweisen, aber er war sich nicht sicher. Und irgendwie schien ihm die andere Variante die bessere Idee.

Ohno schloss ebenfalls seine Augen wieder und lehnte sich tief in das Sofa zurück. Seine Hand kraulte weiterhin durch Ninos Haare. Diese Ruhe war viel entspannender als es bei ihm jemals auf dem Dach beim Sterne beobachten sein konnte. Auch wenn er es genoss alleine zu sein nach all dem Trubel auf Arbeit, so würde er doch nie genug von Ninos Gegenwart bekommen können. Sie konnten Stunden miteinander verbringen ohne auch nur ein Wort miteinander zu wechseln. Nino mit seinen Videogames oder Kartentricks und er mit seinen Figuren oder Zeichnungen.

Völlig vertieft in seine Gedanken bemerkte Ohno gar nicht wie schnell die Zeit verging. Plötzlich regte sich Nino und sagte: „Oh-chan. Wir haben völlig die Zeit vergessen. Ich fürchte du musst dich heute Nacht mit meiner Gesellschaft abfinden.“

Ohno lächelte Nino an. „Es gibt keinen bei dem ich lieber meine Nächte verbringe. Wie süß, du wirst ja ganz rot.“, sagte Ohno und wuschelte Nino dabei durch die Haare.
„Werd ich gar nicht.“, murmelte Nino als er sich von seinem Platz erhob. „Komm. Wir sollten langsam schlafen gehen. Morgen haben wir wieder einen harten Arbeitstag vor uns.“

Ohno machte ein zustimmendes Geräusch und folgte Nino in dessen Schlafzimmer, der jüngere kramte im Schrank nach zwei paar Pyjama und warf einen davon zu Ohno. Es war wirklich vorteilhaft das sie beide dieselbe Größe hatten, dadurch mussten sie nie eigene Klamotten mitnehmen wenn sie zu dem anderen gingen.

Schweigend machten sie sich Bettfertig, Ohno war als erstes fertig und kuschelte sich schon mal in Ninos Bett, machte sich richtig schön breit und genoss es das die Laken alle nach Nino rochen.

"Wer sagt das du im Bett schlafen darfst?" fragte da eine neckische Stimme und Ohno öffnete seine Augen wieder, er sah Nino am Fuße des Bettes stehen, die Arme in die Hüften gestemmt und ihn vorwurfsvoll ansehen. Irgendwie wurde Ohno deswegen wieder unsicher und setzte sich auf, bereit das Bett wieder zu verlassen.

„Sorry”, murmelte er und wollte gerade wieder aufstehen, als er von Nino auch schon wieder ins Bett gedrückt wurde.

„Du wirst es nie lernen oder?“, hörte er da Ninos Stimme an seinem Ohr.
Ohno stieg die Röte ins Gesicht und er krabbelte schnell zur anderen Seite des Bettes und machte es sich dort gemütlich. „Was lernen?“
„Wann dich jemand nur auf den Arm nimmt, Dummerchen. Wie oft hast du schon hier geschlafen und habe ich dich jemals aus dem Bett geschmissen? Nein. Und wieso verkrümelst du dich so in die Ecke? Angst ich könnte dich beißen?“

Mittlerweile hatte sich Ohnos Herz wieder beruhigt von dem Schreck Nino so dicht an seinem Gesicht zu spüren. Langsam ging er wieder mehr in die Mitte des Bettes. „Angst? Vor dir? Pfft. Dich mache ich doch sogar im Schlaf fertig und Hunde die bellen beißen bekanntlich nicht.“, entgegnete Ohno frech.

„Ohho. Da scheint ja jemand heute gut drauf zu sein. Mich besiegen? Das hättest du wohl gerne. Kraft ist nicht alles. Und…uff.“

Ohno hatte sich auf Nino gestürzt und drückte diesen nun in die Matratze während er sich über ihn beugte. Nino versuchte sich aus dessen Griff zu befreien doch er schaffte es nicht. Dieser hatte sich mittlerweile auf ihn gesetzt und hielt seine Arme neben seinem Kopf fest. Plötzlich bemerkten beide wie nah sich ihre Gesichter waren und starrten sich an.
„Wir…wir sollten lieber schlafen gehen. Die Nacht ist bald vorbei.“, stammelte Nino.

"St... stimmt”, murmelte Ohno stockend und ließ Nino wieder los, legte sich neben ihm auf den Rücken und starrte an die Decke. Sie lagen ein paar schmerzvolle Minuten schweigend nebeneinander mit einer merkwürdigen Stimmung zwischen ihnen. Bis Nino frustriert seufzte, sich zu Ohno drehte und seinen Kopf auf dessen Brust bettete, die Arme um ihn geschlungen.

Irgendwie brach das die schlechte Stimmung und auch der ältere entspannte sich wieder. Legte auch seine Arme um den Jüngeren und murmelte ein "Oyasumi”, bevor er ins Land der Träume reiste. Nino schlief nur kurze Zeit später ein.

Das nerv tötende piepen des Weckers riss Nino, wie er fand viel zu früh aus dem Schlaf. Dabei hätte er hier, in Ohnos Armen am liebsten den ganzen Tag verbracht. Ohne die Augen zu öffnen tastete er auf dem Nachttisch nach dem Störenfried und machte ihn aus, um sich wieder neben Ohno fallen zu lassen, der ihn auch gleich wieder in seine Arme zog.

Ohno war ein Tiefschläfer der von nichts und niemandem gestört werden konnte. Ok, ganz stimmte das auch nicht, aber nur weil ein Wecker klingelte, wachte dieser ganz bestimmt nicht auf. Keine Minute später war auch Nino wieder eingeschlafen.

Einige Zeit später wurde Nino ein weiteres Mal aus dem Schlaf gerissen. Konnte man denn nicht einmal seine Ruhe haben, dachte er. In Ohnos Armen fühlte er sich so wohl und er wollte es solange wie möglich genießen. Als kurz darauf neben Ninos Handy auch noch Ohnos anfing zu klingeln konnte er nichts anderes tun als sich aus der Umarmung zu lösen und nach den Telefonen zu suchen. Mittlerweile war auch Ohno aufgewacht und blickte sich völlig verwirrt um, bevor sein Blick zu Ninos wanderte und er diesen sanft anlächelte. „Guten Morgen!“, sagte dieser fröhlich.

„Wie kannst du nur so früh schon so munter sein? Wir haben es doch gerade mal… Ach du meine Güte. Wir hätten schon vor 30 Minuten auf Arbeit sein müssen.“, bei den letzten Worten hatte Nino endlich sein Handy gefunden und nahm ab.

„Na endlich!“, hörte er da auch schon einen verärgerten Jun, „Ich dachte du gehst gar nicht mehr ans Telefon. Wo bist du? Du hättest schon längst hier sein müssen. Und hast du eine Ahnung wo Riida ist?“

„Ich wünsche dir auch einen Guten Morgen Matsujun. Ja, Oh-chan ist bei mir und wir werden so schnell wie möglich da sein. Man wird doch mal verschlafen können. Es ist ja nicht so als ob wir heute einen wichtigen Termin hätten.“

„Keinen wichtigen Termin? Vielleicht ist dir und Riida das Training zu unserem neuen Song nicht so wichtig, aber uns anderen schon. Also bewegt eure Hintern hierher, bevor ich noch richtig wütend werde.“, damit hatte Jun auch schon wieder aufgelegt.

Als sie eine weitere Dreiviertelstunde später endlich in Arashis Aufenthaltsraum ankamen wurden sie von einer eisigen Stimmung begrüßt. Die Stimmung ging Hauptsächlich von Jun aus, doch auch Sho blickte sie nicht gerade wohlwollend an. Jun stand mit verschränkten Armen mitten im Raum und begann nun mit dem Fuß ungeduldig auf den Boden zu klopfen.

"Ich weiß ganz genau dass du nicht länger als 5 Minuten von dir Zuhause hierher brauchst, du weißt was ich vom Trödeln halte?" der Jüngste von ihnen war leicht gereizt und Nino wusste dass er eine Grenze voll übertreten hatte diesen Morgen.

"Entschuldigung.", auch Riida war sich der Gefahr bewusst die momentan von Jun ausging, und niemand tat gut daran wenn er jetzt noch weiter verärgert werden würde.

"Yah, dann lass uns mal anfangen zu üben." Aiba der bis eben noch etwas Schlaf auf dem Sofa nachgeholt hatte von Juns Triade aber wieder aufgewacht war, sprang auf und versuchte möglichst etwas von der drückenden Stimmung abzulenken.

Kurz darauf begannen sie auch schon mit dem Training. Ohno war wie so oft der einzige der den neuen Tanz sofort richtig vorführen konnte. Nino mochte ihre neue Choreographie zu Crazy Moon und er glaubte auch, dass sie gut bei den Fans ankommen würde, aber leider war sie mit einer Menge Arbeit und Schweiß verbunden. So ausgelaugt war er schon lange nicht mehr wie nach dem heutigen Training. Dabei war gerade mal der halbe Tag um. Am späten Nachmittag würden sie noch ein Photoshooting haben und danach mussten sie noch ihre neuen Pläne für die kommende Woche durchgehen. Immerhin standen neben ihren wöchentlichen Shows diesmal auch zwei Live-Auftritte für ihre neue Single an.

Er liebte ihren Job, aber er hasste die Zeit wenn neue Singles oder Alben von ihnen herauskamen. Die ganzen Shows und Live-Auftritte und dann noch die Aufnahmen der Songs selber und die Musikvideos nahmen eine Menge Zeit ein und dazu fingen noch die Proben für sein neustes Theaterstück bald an. Er sollte die nächsten Tage noch so gut wie möglich genießen. Wer weiß wann er wieder Zeit hat zum entspannen.

Plötzlich setzte sich jemand neben ihn und lehnte sich an ihn. Nino wusste sofort, dass es sich um Ohno handelte. Er würde seinen Geruch überall erkennen. Ein kleines Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus als er seinen Kopf auf Ohno Schulter legte. Diese kurzen Momente waren das Beste an ihren stressigen Tagen.

"Versuch mal lockerer zu lassen.", sagte Ohno irgendwann als sie so da saßen einfach, und wohl jeder andere hätte sich gefragt wovon er redete, aber nicht Nino, er wusste sofort was der andere meinte. Er hatte jetzt schon über eine Stunde damit verbracht diesen einen Tanzschritt zu meistern, aber es wollte ihm einfach nicht gelingen. Arashi konnte sich wirklich glücklich schätzen Ohno zu haben, ohne ihn hätten sie es wohl nie so weit gebracht. Vor allem würde keiner von ihnen so tanzen können wie sie es jetzt konnten, auch wenn sie immer noch kleine Fehler machten.

"Ok, morgen dann”, Nino gähnte, es war wirklich anstrengend gewesen, und er hatte einfach nicht genügend Schlaf bekommen in der Nacht. Er schloss die Augen und genoss einfach die Nähe des anderen. Ohno kicherte leicht bei dieser Antwort und legte seinen Arm um Ninos Schultern.

Er sah sich in ihrem Proberaum um, Jun tanzte immer noch verbissen die gleiche Stelle die auch Nino Schwierigkeiten bereitete. Auch er war schon am Rand der Erschöpfung, doch Ohno wusste er würde nicht eher aufhören als das er es gemeistert hätte.

Sho und Aiba machten auch eine Pause, beide mit Handtüchern in ihren Farben um den Hals und Wasserflaschen in der Hand saßen sie auf zwei Stühlen die am Rand standen und Unterhielten sich leise miteinander.

Ohno und Nino saßen eng aneinander geschmiegt am Rand des Proberaumes und schienen zu schlafen. Da trat Jun ihnen leicht gegen ihre Beine.

„Hey ihr beiden Faulpelze. Erst zu spät kommen und dann noch während der Proben schlafen. Uns bleibt nicht mehr lange bis zum Videodreh und in drei Stunden beginnt schon das Photoshooting.“, Jun klang genervt und verärgert doch wer ihn kannte, konnte in seinen Augen lesen, dass er sich Sorgen um die anderen beiden machte. Jeder konnte sehen wie erschöpft vor allem Nino in letzter Zeit war und auch Ohno sah nicht gerade Fit aus. Er fragte sich ob sie genügend Schlaf bekommen würden und was sie wohl so fertig machen würde. Sicher, sie hatten mal wieder eine Menge zu tun, aber er konnte genau erkennen, dass es diesmal mehr war was den beiden zu schaffen machte. Nach 10 Jahren kannte er die anderen doch ganz gut und er hatte sofort bemerkt, dass sich etwas zwischen Nino und Ohno verändert hatte.

Er entschied sich die beiden Mal zur Rede zu stellen, einzeln.

"Aufstehen, Nino ich weiß du hast den Schritt auch noch nicht drauf, jetzt wird geübt." Besorgt merkte er das Nino ein paar Sekunden zu lang brauchte um aufzustehen, was immer es war das die beiden mit sich trugen, es musste sehr schwer sein, und wenn man Jun fragte, möglichst schnell aus der Welt geschafft werden.

„Sklaventreiber“, war alles was Nino murmelte während er zur Mitte des Raumes schlürfte und wartete bis das Lied wieder von vorne anfing. Jun war fast schon dabei den nur wenig älteren zurückzurufen, kam er ihm doch so gar nicht vor als wäre er momentan in der Lage zu Tanzen. Doch sobald die Musik startete merkte man Nino seine Müdigkeit kaum mehr an, er war eben doch Professionell. Allerdings nicht so gut wie Ohno, denn bei dem merkte man von der Müdigkeit überhaupt nichts mehr. Jun ging auch wieder auf seine Position, er musste diesen Schritt endlich schaffen.

Nach einer weiteren Stunde hatten Nino und Jun den Tanz schon um einiges besser gemeistert. Aber man merkte wie erschöpft sie waren und so beschlossen sie den Rest morgen weiter zu üben. Sie wollten bis zum Shooting im Aufenthaltsraum warten und sich etwas zu entspannen. Aiba und Ohno machten sich gleich über das Essen her, während Nino sich seinen DS schnappte und es sich auf dem Sofa gemütlich machte. Jun und Sho waren unter die Duschen verschwunden.

Ohno nahm seinen Teller und setzte sich neben Nino aufs Sofa, welcher gleich Ohnos Schoß als Kopfkissen benutzte. Nach einer Weile brach Ohno die Stille und sagte: „Du solltest wirklich lieber was essen und ein wenig schlafen, bevor du noch dünner wirst oder vor Erschöpfung umkippst. Wir sollten die nächsten Tage noch etwas nutzen bevor der Stress richtig losgeht.“

Am liebsten würde der Ältere die nächsten Tage bei Nino verbringen um dafür zu sorgen, dass dieser auch genug zu essen und schlaf bekommt. Der jüngere tendierte dazu Mahlzeiten auszulassen da essen zu anstrengend war oder er einfach keine Lust hatte zu kochen und oft bekam er auch viel zu wenig Schlaf weil er unbedingt noch ein Spiel durchspielen oder einen neuen Zaubertrick erlernen muss.

Er nahm mit seinen Stäbchen etwas Tempura und hielt es vor Ninos Mund, stupste diesen an um ihn dazu zu bringen seinen Mund zu öffnen. Die Augen des jüngeren schnappten von seinem DS zu Ohno und sahen ihn leicht verwundert an, doch machte er schließlich seinen Mund auf.

"Wird das jetzt zu einer Art Angewohnheit von dir”, fragte Nino leise als er runter geschluckt hatte. "Mich jedes Mal zu füttern wenn du was essbares in der Hand hast?" Ein kleines Lächeln war auf seinen Lippen erschienen, und Ohno erwiderte es.

"Seid ihr beiden jetzt zusammen?" Dieser kleine Satz brachte die beiden dazu sich zu verspannen, die Köpfe zu Aiba zu drehen und dann wie ein geölter Blitz auseinander zu springen und sich mit Abstand zueinander gerade auf das Sofa zu setzen. Die Hände hatten beide in ihrem Schoß vergraben und sahen auf den Boden vor ihnen. Sie hatten Aibas Anwesenheit vollkommen vergessen, kurzzeitig haben nur sie beide existiert.

Aiba sah sie vollkommen verwirrt an. „Was habt ihr denn auf einmal? Daran ist doch gar nicht schlimmes. Ganz im Gegenteil, ich habe mich schon gefragt wie lange es noch dauern wird bis ihr endlich zusammenkommt.“

„Wer ist mit wem zusammen?“, fragte Jun da plötzlich.
„Oh-chan und Nino-chan sind jetzt ein Paar.“, verkündigte Aiba freudestrahlend. „Du hättest die beiden sehen sollen. Ohno hat Nino gefüttert und sie beide schiene meine Anwesenheit vollkommen vergessen zu haben. Ach muss Liebe schön sein.“
Jun blickte zu den beiden hinüber. „Ist das wahr?“

„Natürlich nicht. Ich wollte nur sicher gehen, dass Nino auch genug zu essen bekommt. Da läuft nichts zwischen uns. Ehrlich. Ne Nino?“

„Ohno hat Recht. Es läuft absolut nichts zwischen uns. Aiba hat nur mal wieder zu schnell seine Schlüsse gezogen.“

Jun glaubte den beiden nicht so ganz. Hatte er doch nur zu gut den verletzten Blick von Nino gesehen, als Ohno alles sofort verneinte. Das war es also was die beiden in letzter Zeit so beschäftigte. Ihre Gefühle füreinander. Das er da nicht schon früher drauf gekommen ist.

Er würde sich nicht so leicht abspeisen lassen wie Aiba der jetzt ein bisschen Enttäuscht war, dass er doch nicht recht gehabt hatte und aufstand um sich auf die Suche nach Sho zu machen. Doch nicht heute, er wusste dass die beiden anderen ziemlich erschöpft waren und er wollte sie nach einem langen Arbeitstag nicht noch vom Schlafen abhalten, morgen würde er auch noch Zeit dafür haben.

Nino hatte sich wieder hinter seinem DS verkrochen und Ohno aß seine Tempura auf. Die stille war in den Raum zurückgekehrt, sie war nicht unangenehm, doch war sie nicht so gemütlich wie die Stimmung vor Aibas Frage gewesen.

Er hatte sich sein Buch rausgeholt und begann zu lesen, er kam zurzeit nicht sehr oft dazu da sein Terminplan so voll wie nie war.

Nino rutschte immer tiefer ins Sofa und versuchte sich hinter seinem DS zu verstecken. Er war nicht wirklich mehr in der Stimmung was zu spielen, doch wollte er sich jetzt nicht mit den anderen auseinander setzen. Wieso taten ihm Ohnos Worte nur so weh, obwohl er doch selbst wusste, dass nichts zwischen ihnen läuft und auch nie mehr als nur Freundschaft sein würde.

Aus den Augenwickeln heraus beobachtete er die anderen. Ohno aß weiter seine Tempura und sah so aus als ob eben gerade nichts geschehen wäre. Wie konnte er nur so ruhig sein, fragte sich Nino. In seinem Gesicht konnte man absolut nichts erkennen was ihm gerade so durch den Kopf ging.

Jun saß am Tisch und las sein Buch. Er hoffte nur, dass der jüngere sie nicht noch mal auf heute ansprechen würde. Man hatte in den Augen des anderen nur zu gut sehen können, dass dieser ihnen nicht so ganz glaubte.
Einen Blick auf die Uhr verriet Nino, dass Ohno und er sich lieber beeilen sollten wenn sie vor dem Photoshooting noch duschen wollten. Er legte seinen DS zur Seite, stand auf und streckte sich. Dabei glitt sein Hemd etwas nach oben und man konnte seinen nackten Bauch erkennen.

Nino hatte die ganze Zeit während er da gesessen und so getan hatte als würde er spielen, auf Ohno geachtet, wo er hinsah, sein Gesichtsausdruck dabei, was er tat und machte, nicht eine Bewegung war unbemerkt geblieben. Doch das der ältere auf das Stück entblößte Haut auf seinem Bauch geradezu starrte, und das Jun Ohnos Blick keineswegs verborgen blieb, bemerkte Nino nicht.

Langsam ging er zu den Duschen und wollte gerade die Tür aufmachen als sie schwungvoll aufgestoßen wurde und ein strahlender Aiba dicht gefolgt von Sho heraus kam. Nino beachtete sie nicht, ging an ihnen vorbei und war dabei die Tür zu schließen als er Shos Stimme hörte.

"Ohno-san, du solltest auch duschen gehen, unsere Pause ist bald zu Ende." Nino schloss die Tür ganz hinter sich und begann sich zu entkleiden und in eine der Kabinen zu verschwinden bevor Ohno das Badezimmer betrat.

Als Ohno die Duschen berat war Nino bereits in eine der Kabinen verschwunden. Enttäuscht begann er ebenfalls sich zu entkleiden und in einer der Kabinen zu verschwinden. Er hatte gehofft noch ein wenig mehr von Nino zu sehen. Bei dem Gedanken wurde er knallrot. Was dachte er denn nur in letzter Zeit von seinem besten Freund. Aber trotzdem, er konnte nicht verleugnen, dass er es genossen hatte als Nino sich räkelte und nackte Haut zeigte. Wie gerne hätte er nach dem jüngeren gegriffen und wäre mit seinen Fingern die zarte Haut entlang gefahren. Vielleicht würde sich ja heute beim Shooting noch was ergeben. Sie waren perfekt für Fanservice. Ohno konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Heute würde er sich mal ein wenig mehr als sonst um Fanservice bemühen. Was tut man doch nicht alles für seine Fans.

Als Ohno aus der Dusche kam und sich umzog warteten die anderen schon auf ihn. Sie müssten in wenigen Minuten schon wieder los.

Als erstes sollten sie sich auf einem Sofa hinsetzen, zu Ohnos bedauern schien der Fotograf es toll zu finden Ohno und Nino auf die jeweils äußeren Seiten zu setzen. Ohno ließ sich nichts anmerken, lächelte wie immer in die Kamera und änderte hin und wieder seine Position wenn der Fotograf es ihm befahl. Als nächstes setzte er nur ihn, Sho und Jun auf das Sofa und ließ Aiba und Nino hinter ihm stehen, mit den Händen auf die Lehne gestützt. Später setzten sie sich auf die Lehne.

So wurde das nichts, wie sollte er Ohmiya-Fanservice initiieren wenn der Fotograf Nino konsequent von ihm fern hielt. Wahrscheinlich noch nicht mal mit Absicht. So ging es noch einige Zeit weiter, Ohno hatte schon fast aufgegeben in diesem Shooting noch zu seinem Fanservice zu kommen, als er endlich die beiden nebeneinander sitzen ließ.

Der ältere fing klein an, legte zuerst seinen Arm um die Schultern Ninos, dem Fotograf schien das nicht zu stören, denn er sagte ihnen nicht, dass sie sich anders hinsetzen sollten. Im Blitzlichtgewitter legte er langsam seinen Kopf auf Ninos Schulter, legte seine andere Hand auf Ninos Knie und auch der jüngere blieb nicht untätig. Weitere hundert Fotos später hob er seinen Kopf wieder und sah Nino an, nur zehn Zentimeter waren zwischen ihren Gesichtern. Er hob seine Hand von Ninos Schulter und fuhr mit ihr in die Haare des Jüngeren, und sah verzaubert zu wie die Strähnen durch seine Finger glitten.

Das Lächeln auf Ninos Gesicht war zauberhaft, wie wohl auch das auf Ohnos eigenem auch wenn er es nicht sehen konnte. Ninos eine Hand war ungesehen von dem Fotoapparat unter Ohnos Shirt geschlüpft und wanderte über seinen Rücken. Die andere war nicht ganz so unauffällig, und wurde ganz offen auf seinen Oberschenkel gelegt.

Ohno spürte Ninos Hand auf seinen Rücken und bekam eine Gänsehaut. Die andere Hand wanderte langsam seinen Oberschenkel entlang. Ein Schauer lief seinen Körper entlang, welcher nicht unbemerkt blieb, wenn man von dem Grinsen auf Ninos Gesicht ausging.

Irgendetwas lief er ganz eindeutig falsch. Die ganze Zeit hatte er nur auf eine Gelegenheit gewartet ihren Fanservice mal für sich auszunutzen und auch Nino mal ein wenig zu ‚belästigen‘, wie dieser es immer bei ihm tat und jetzt hatte der den Spieß schon wieder umgedreht.

Zu seiner Erleichterung wollte der Fotograf jetzt Fotos von den Sho, Jun und Aiba machen. Sie gingen an den Rand des Sets und Ohno konnte die Blicke der anderen die ganze Zeit auf ihnen spüren. Natürlich war ihre Aktion den anderen nicht verborgen geblieben und diesmal würden sich Aiba und Jun nicht so schnell abweisen lassen. Ohno schluckte. Was hatte er da nur wieder angerichtet? Er sollte lieber mehr über seine Handlungen nachdenken, vor allem konnte er Nino jetzt nicht mehr in die Augen schauen. Es hatte ihn völlig aus der Bahn geworfen wie Nino sofort auf seine Berührungen reagiert hatte und sie sogleich mitmachte.

Nino war noch in Hochstimmung als sie zur Seite geschickt wurden damit die anderen drei Posen konnten. Doch die verflog ziemlich schnell als er Ohno ansah. Dieser fühlte sich merklich Unwohl in seiner Haut, sah Nino kein einziges mal an und hielt abstand. Es tat weh, es tat so unglaublich weh in seiner Brust den anderen so zu sehen, und zu wissen es selbst verschuldet zu haben. Er hätte nicht so weit gehen dürfen. Er hatte offensichtlich eine Grenze überschritten. Er hätte es nie so weit kommen lassen dürfen. Ohno sah ihn eben doch nur als Freund, nichts mehr.

Nino konnte den älteren nicht mehr ansehen. Die Selbstvorwürfe plagten ihn und er setzte sich hin und vergrub sein Gesicht in den Händen. Was hatte er nur getan?

Hatte er Ohno wirklich so schlecht verstanden? Er dachte immer er könnte ihn verstehen, aber scheinbar hatte er sich da geirrt, nichts verstand er, rein gar nichts. Und er hatte ihre Freundschaft aufs Spiel gesetzt, und ganz offensichtlich verloren. Er konnte nicht mehr, er sprang auf und verließ den Raum rennend. Interessierte sich nicht für die besorgten Rufe hinter ihm. Und auch nicht das der Fotograf eigentlich noch Einzelfotos schießen wollte. Er war im Moment einfach nicht in der Verfassung dazu.

Ohno war überrascht als Nino auf einmal wegrannte. Was war nur auf einmal los? Eben gerade war er doch noch so gut drauf. Besorgt rief er ihm hinterher, doch der andere hörte ihn gar nicht. Er sah die anderen hilfesuchend an. Jun deutete ihm Nino zu folgen, was er auch sofort machte. Immerhin war Nino sein bester Freund und vielleicht schaffte er es, dass Nino sich ihm öffnet. An ihrem Spiel eben konnte es ja sicher nicht liegen, da es dem jüngeren ja gefallen haben zu schien und er sofort darauf einging als er es begann. Also was war es dann?

Im Aufenthaltsraum angekommen sah er sofort, dass Nino nie hier gewesen war. All seine Sachen lagen noch genauso im Raum, wie sie ihn verlassen hatte. Wo könnte er nur stecken? Er suchte überall im Gebäude bis ihm endlich einfiel mal auf dem Dach nachzusehen. Und Tatsache fand er Nino in einer Ecke zusammengekauert, mit dem Armen um die Beine geschlungen und seinem Kopf auf den Knien. Er schien zu weinen. Es zerbrach Ohno das Herz ihn so zu sehen. Was war nur passiert, dass Nino auf einmal so reagierte. Er konnte einfach keine Erklärung finden. Also ging er langsam auf Nino zu, setzte sich neben ihn und zog ihn in seine Arme. Erst schien der jüngere zusammen zu zucken, doch kurz darauf entspannte er sich und vergrub sich gerade zu in dem anderen.

Nino war niemand der oft weinte und Ohno hatte ihn erst wenige male so gesehen. Es schockte Ohno da Nino nur vor anderen Menschen weinte wenn es gar nicht mehr ging, wenn er total verzweifelt war. Was hatte es ausgelöst, was brachte Nino dazu auf einmal so zusammen zu brechen?

Die Tränen durchnässten sein T-Shirt, doch das war ihm egal, er hielt Nino so fest an sich wie er konnte ohne ihn zu erdrücken und wartete. Man konnte auch einen verzweifelten Nino nicht dazu bringen einem etwas zu sagen indem man ihn ausfragte, die beste Methode war immer noch ihm seine Zeit zu lassen die er brauchte und zu warten. Also wartete Ohno.

Irgendwann versiegten Ninos Tränen, doch er machte keine Anstalten Ohnos warme Umarmung zu verlassen. Irgendwann spürte Ohno wie Nino seine Hände endlich aus ihrer Umklammerung in seinem T-Shirt löste und um ihn schlang.

"Oh-chan, danke”, war alles was der jüngere sagte als er sich von Ohno löste und langsam das Dach verlies.

Ohno blieb noch einen Moment auf dem Dach zurück. Das war eines der Dinge was er so am Showbusiness hasste. Egal was passiert war oder wie schlecht es dir ging, du musstest immer ein Lächeln aufsetzen und so tun als ob nichts wäre. Jeder konnte sehen wie schlecht es Nino gerade ging und trotzdem mussten sie sich an ihren Terminplan halten. Er wusste genau, dass Nino schon bald wieder am Set stehen würde und für die Kamera ein Zauberhaftes Lächeln aufsetzen würde und keiner würde je merken, wie es wirklich in ihm aussah. Sie waren immerhin Profis und Nino hatte nicht umsonst eine Auszeichnung für seine Schauspielkünste bekommen.

Ein seufzen entglitt ihm. Er wünschte sich nur, dass Nino sich wenigstens ihnen mehr öffnen würden. Gestern Abend und auch heute schien doch noch alles in Ordnung zu sein. Wieso war ihm nicht schon früher aufgefallen, dass es Nino schlecht ging? Was für ein toller bester Freund war er eigentlich wenn ihm so was entging. Ob die anderen mehr wussten? Vielleicht sollte er sich heute Abend mal mit ihnen zusammensetzen. Irgendeiner der anderen wird doch bestimmt was gemerkt haben und dann müssen sie nur noch einen Weg finden Nino zu helfen. Egal was mit Nino los ist, er möchte ihm helfen. Es tat ihm so weh, den jüngeren so aufgewühlt und unglücklich zu sehen. Am liebsten hätte er mit geweint.

Als Ohno wieder am Set ankam, war der Fotograf schon bei den Einzelbildern. Die anderen schauten ihn fragend an, aber er konnte nur hilflos den Kopf schütteln. „Er scheint sich wieder etwas beruhigt zu haben und wird bestimmt gleich wiederkommen, aber ich weiß leider nicht was mit ihm los ist und ihr kennt Nino, nachfragen und drängen würde bei ihm nichts bringen.“

Jun wollte gerade etwas sagen, als Ohno auch schon vor die Kamera für seine Fotos gebeten wurde. Na ja, dann wird es wohl bis nach dem Shooting warten müssen, dachte Jun.

Er konnte sich nicht gescheit konzentrieren, er tat was der Fotograf von ihm wollte, dieser merkte noch nicht einmal was davon, aber Jun, Sho und sogar Aiba sahen ihm deutlich an das es dem älteren fertig machte jetzt vor der Kamera sitzen zu müssen ohne etwas für Nino tun zu können, ja ohne zu wissen wo er steckte. Nach einer schier unendlichen Viertelstunde wurde Ohno entlassen, und Aiba wurde vor die Kamera gebeten.

„Ohno”, wurde er gleich von Jun angesprochen und zur Seite gezogen. "Wir müssen reden." Er legte ihm eine Hand auf die Schulter und sah ihn ernst an. Ohno wusste sofort über was Jun sprechen wollte, er sah auf den Boden, eigentlich wollte er grad nicht darüber sprechen, lieber wollte er nach Nino suchen und herausfinden was mit diesem nicht stimmte.

"Bitte antworte mir Riida, was fühlst du für Nino?", die Frage war sehr eindringlich gestellt worden und Ohno sah wieder hoch und dem jüngeren in die Augen.

„Können wir nicht später darüber reden? Ich muss Nino suchen, er hätte schon längst hier sein müssen.“, fragte Ohno flehend.

„Nein, wir müssen es jetzt tun. Komm mit, hier können wir nicht ungestört reden.“ Jun ging zu ihrem Aufenthaltsraum und Ohno folgte ihm. Kaum waren sie dort angekommen ging Jun auch schon auf den kleineren los.

„Was sollte diese ganze Aktion beim Shooting Riida? Wieso machst du Nino erst Hoffnungen, nur um sie gleich wieder zu Nichte zu machen wenn er darauf reagiert? Es ist wirklich kein Wunder, dass er so aufgewühlt davon gerannt ist.“, schrie er den anderen sauer an.

„Hoffnungen machen? Wovon sprichst du? Nino macht doch ständig dasselbe bei mir, also warum darf ich es nicht?“

„Hast du es immer noch nicht verstanden?“, fragte dieser ungläubig und die ganze Wut schien auf einmal aus Jun verschwunden und er schaute Ohno ernst an.

„Ich frage dich noch einmal. Was genau empfindest du für Nino und diesmal keine Ausflüchte. Ich lasse dich nicht eher gehen als dass du mir geantwortet hast.“

Ohno schaute zu Boden. Was hat er immer noch nicht verstanden und wieso wollte Jun unbedingt wissen wie er zu Nino steht. Ihm waren doch seine Gefühle selber nicht einmal klar. Sicher, sie waren die besten Freunde, aber war da vielleicht noch mehr? Vor allem die letzten beiden Tage hatten sehr viele Fragen in ihm ausgelöst.

Plötzlich legte sich eine Hand auf seine Schulter und sein Kopf wurde nach oben gedrückt. Er sah in Juns besorgtes Gesicht, welches vor kurzem noch voller Wut war.

„Riida. Bevor du dich auf die Suche nach Nino machst und mit ihm redest, musst du dir erst einmal selbst über deine Gefühle klar werden, ansonsten wirst du alles nur schlimmer für dich und vor allem für Nino machen. Willst du wirklich, dass er weiterhin unnötig leidet?“

Ohnos Augen weiteten sich und er schüttelte schnell den Kopf, natürlich wollte er nicht dass Nino weiterhin leidet, aber er verstand immer noch nicht was es da helfen konnte dass er sich über seine Gefühle klar wurde. Damit Nino nicht mehr darunter leiden musste das sein bester Freund möglicherweise in ihn verliebt war und einfach seine Freundschaft mit ihm enden könnte? Nein, das konnte nicht sein, oder? Allein der Gedanke daran machte ihn unglaublich traurig.

Vielleicht war es dann besser wenn er sich niemals darüber im Klaren wurde und so Ninos Freund bleiben konnte, vielleicht sollte er einfach so tun als wäre nichts gewesen. Irgendwann würde Nino auch vergessen was er getan hatte und sie konnten wieder so sein wie früher. Wie früher, irgendwie klang dieses Wort falsch, wollte er wirklich wieder so sein wie früher? Ja natürlich wollte er. Oder?

Warum war da ständig dieses oder? Es konnte nicht sein, es durfte nicht sein, er durfte einfach nicht mehr wollen als Ninos Freundschaft. Er bekam gar nicht mit wie er sich irgendwann auf das Sofa im Aufenthaltsraum fallen ließ und wie Jun in besorgt ansah bevor er leise verschwand.

Genau dieser Wunsch dass ihre Beziehung aus mehr bestand als nur Freundschaft hatte ihn doch erst in diese Lage versetzt, hatte doch erst dazu geführt das er Nino verloren hatte und er würde nicht zulassen das es sich noch mal zwischen sie stellte.

Nino war zur Maske gegangen um sich wieder ordentlich schminken zu lassen. Immerhin war er ein Profi und durfte sich durch seine Gefühle nicht so aus der Bahn bringen lassen. Die anderen bemerkten nicht wie er kurz darauf wieder zum Set erschien. Für einen Moment blieb er stehen und beobachtete wie Ohno sich fotografieren lies. Ohne dass er es verhindern konnte, stiegen ihm wieder die Tränen in die Augen. Es tat einfach so weh Ohno so lächeln und unbesorgt zu sehen während er so leiden musste. Es war einfach nicht fair. Wieso konnte Ohno nicht dasselbe für ihn empfinden?

Ohne auch nur ein Wort mit den anderen zu reden drehte sich Nino wieder um und ging zum Aufenthaltsraum zurück. Er wusste, dass er seine Freunde nicht so einfach im Stich lassen sollte und dass ein Profi anders reagieren sollte, aber er war eben auch nur ein Mensch und der heutige Tag war einfach zu viel. Morgen würde er dafür jede Menge Ärger bekommen, aber das war ihm jetzt völlig egal. Er wollte nur noch hier weg.

Im Aufenthaltsraum angekommen packte er seine Sachen und verschwand dann ins Bad um seine Tränen abzuwischen und halbwegs ordentlich auszusehen. Er wollte gerade seine Tasche holen und nach Hause als die Tür aufging. Schnell versteckte er sich im Bad und hoffte, dass der andere bald verschwinden würde.

Sein Atem stockte als er kurz darauf Juns aufgebrachte Stimme und dessen Worte vernahm. Nun war alles aus. Nach der Aktion auf dem Dach, hatte er angenommen, dass Ohno nichts von seinen Gefühlen bemerkt hatte und war froh, dass so wenigstens ihre Freundschaft sicher war. Aber nun hatte Jun Ohno förmlich von seinen Gefühlen gesagt und nun würde es kein Zurück mehr geben.

Überrascht weiteten sich seine Augen als er Ohnos Antwort hörte. Hatte dieser wirklich nicht begriffen was Nino von ihm wollte und auch nicht was Juns Worte bedeuteten? Als er dann Juns nächste Frage hörte, da hielt er vor Aufregung den Atem an. Jetzt würde er erfahren was Ohno wirklich von ihm hielt.

Umso enttäuschter war er dann als Ohno anscheinend nicht antwortete und Jun nach einer Weile verschwand. Nino wagte es in den Raum zu gucken und sah wie Ohno ihm den Rücken zugewendet hatte und auf dem Sofa saß.

Er trat leise näher hinter Ohno ans Sofa und sah ihn halb von der Seite her an, soweit er erkennen konnte war dieser vollkommen in seiner eigenen Welt versunken, zwischendurch schüttelte er den Kopf oder machte eine andere Bewegung die Nino deutlich sagten das er über Juns Worte und ihre Situation die ganze Zeit nachdachte.

Für eine Sekunde keimte in Nino die Hoffnung auf das Ohno vielleicht das gleiche dachte wie er? Das er vielleicht auch in ihn verliebt war und dachte das Nino seine Gefühle nicht erwiderte? Aber das war reines Wunschdenken, das wusste Nino, und er riss sich auch sofort wieder zusammen, langsam und genauso leise wie zuvor verließ er den Raum und kurz darauf das Jimusho.

Sein Handy vibrierte, doch er ignorierte es, sah nicht einmal hin wer der Anrufer war. Auch die nächsten paar Anrufe an diesem Abend nahm er nicht entgegen, er wollte jetzt mit niemanden reden, und erst recht wollte er sich jetzt keine Predigt von seinem Manager oder den anderen anhören das er verantwortungslos gehandelt habe als er nicht mehr zurück zum Shooting gekommen war. Er wollte einfach nur noch ins Bett und hoffte dass dann alles besser werden würde. Das über Nacht seine Probleme einfach verschwinden würden, das er am besten einfach nie in Ohno Satoshi verliebt gewesen ist und damit ihre Freundschaft gefährdet hatte.

Ohno hatte mehrmals versucht Nino zu erreichen, aber dieser schien alle Anrufe völlig zu ignorieren. Vielleicht wäre es besser ihm einfach heute seine Ruhe zu gönnen und ihn Morgen auf alles anzusprechen. Das würde ihm auch ein wenig Zeit geben mit seinen Gefühlen besser umzugehen. Er musste lernen sich zusammen zu reißen, damit er nie wieder so ihre Freundschaft gefährdete wie heute. Kurz darauf legte er sich ins Bett und versuchte zu schlafen. Die besorgten Blicke seiner Mutter beachtete er gar nicht als er nicht einen Bissen den ganzen Abend zu sich nahm. Alles was er wollte war schlafen und vielleicht würde ja morgen alles besser sein.

Am nächsten Morgen hatten sich die anderen drei schon etwas früher versammelt um über Ohno und Nino zu reden. Das ganze war Juns Idee gewesen, und die anderen beiden hatten sofort zugestimmt. Alle drei waren ziemlich besorgt um die beiden kleinsten der Gruppe. Es war für sie alle offensichtlich das Ohno und Nino ineinander verliebt waren und dass sie einen Stups in die richtige Richtung brauchten.

So wie momentan konnte es aber nicht weitergehen, es gefährdete nicht nur ihre Arbeit, es machte die beiden auch innerlich kaputt.

"Jemand einen Vorschlag wie wir ihnen helfen können? Ich habe gestern versucht mit Riida zu reden, aber ich glaube nicht dass es so verlaufen ist wie es sollte.", der Gesichtsausdruck den Ohno gemacht hatte nachdem er Juns letzten Satz am Vortag gehört hatte, war ihm die ganze Nacht durch die Kopf gegeistert und hatte ihn nicht in Ruhe gelassen.

Aiba schüttete verneinend den Kopf und Sho dachte über die Situation nach.

„Ich weiß was.“, kam es dann nach einiger Zeit von Aiba. Die anderen beiden sahen den größeren erstaunt an und fragten sich ob bei Aiba wirklich was Gutes rauskommen konnte.

„Wir sperren sie beide in einen kleinen Raum ein und lassen sie nicht eher raus bis sie sich ausgesprochen und sich ihre Gefühle gestanden haben.“ Aiba grinste die anderen beiden begeistert an, welches ihm aber sofort verging als Jun ihm eine Kopfnuss gab.

„Baka, als ob das bei den beiden Sturköpfen helfen würde. Da kannst du lange warten bis die sich ihre Gefühle eingestehen.“

„Jun hat Recht. Solch eine Aktion ist vollkommen sinnlos bei den beiden. Aber wie wäre es, wenn wir noch einmal mit ihnen reden würden und versuchen sie davon zu überzeugen sich ihre Gefühle endlich einzugestehen.“

„Nach gestern glaube ich kaum, dass es was bringt, aber ein Versuch ist es noch mal Wert. Vielleicht ist ja Nino einsichtiger. Ich werde noch einmal mit Riida reden und du Sho redest am besten mit Nino. Auf dich wird er noch am ehesten hören.“

Aiba sah die beiden mitleiderregend an. „Und was mache ich? Ich möchte auch helfen. Bitte.“

"Du könntest uns zu Yakiniku einladen wenn wir erfolgreich waren”,,war Juns Vorschlag, für den er von Sho einen bösen Blick bekam und Aiba sah enttäuscht auf den Boden.

"Es gibt nichts was ich tun könnte oder?" Niedergeschlagen stand er auf und ging zur Tür, ohne sich umzudrehen blieb er noch mal stehen. "Schon gut, ich verstehe das, ich bin einfach zu tollpatschig für so was.", mit diesen Worten verlies er den Raum, und lies einen genauso niedergeschlagenen Sho und einen inzwischen sehr frustrierten Jun zurück.
„Aiba wird sich schon wieder einkriegen”, versuchte Sho wahrscheinlich hauptsächlich sich selbst zu überzeugen. "Jetzt sollten wir uns darauf konzentrieren Ohno und Nino zu helfen.

Der erste der eintraf war Nino. Noch bevor er sich mit seinem DS zurückziehen konnte nahm Sho ihn zur Seite. Jun hatte bereits den Raum verlassen und wartete draußen auf Ohno.

„Was ist los? Wieso hältst du mich von meinem Spiel ab?“

Sho ging nicht auf Nino ein und fragte sogleich:„Nino, wie geht es dir? Du siehst gar nicht gut aus. Hast du letzte Nacht überhaupt geschlafen?“

„Wie sollte es mir schon gehen? So wie immer natürlich und du kennst mich doch, hab nur mal wieder beim spielen die Zeit vergessen.“

„Du kannst uns nichts vormachen Nino. Nicht nach deiner Show gestern Nachmittag. Glaubst du wirklich wir wären so dumm und würden nichts merken? Nicht alle von uns sind so blind wie Ohno.“

Nino setzte sich auf das Sofa und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Es war einfach zu früh darüber zu reden. Er hatte die ganze Nacht wach gelegen und versucht den gestrigen Tag zu vergessen. Aber seine Freunde mussten ihn natürlich auf gestern ansprechen. Plötzlich spürte er wie sich Sho neben ihn setzte und ihn in seine Arme zog.

„Nino, wir sind für euch da und wollen euch beiden doch nur helfen. Es geht so einfach nicht mehr weiter. Nach gestern müsstest du es doch selber am besten wissen. Wieso gehst du nicht zu Ohno und sagst ihm was du fühlst. Ich bin mir sicher du wirst überrascht sein über dessen Reaktion.“

"Ja, ich wäre wohl überrascht darüber wie schnell man eine jahrelange Freundschaft zerstören kann”, sagte er bitter. "Ich werde ihm nicht sagen was ich fühle." Er spürte wie Sho neben ihm wieder aufstand, und atmete erleichtert aus, der andere hatte wohl aufgegeben.

"Du bist so ein elender Sturkopf, ihr beide seid das, glaubst du ich sehe tatenlos mit zu wie sich zwei meiner Freunde wegen nichts zugrunde richten? Du gehst jetzt zu ihm und sagst ihm was du fühlst, Ninomiya Kazunari.", Nino hatte nicht erwartet von Sho an geschrien zu werden, dementsprechend war er auch zusammengezuckt. Doch so einfach würde er sich nicht geschlagen geben. Auch er sprang auf.

"Ich lasse mir doch von dir nicht vorschreiben was ich zu tun und zu lassen habe.", mit diesem Satz stürmte er aus dem Aufenthaltsraum und wieder auf das Dach das er am Vortag auch schon zum verstecken genutzt hatte, nicht sehr erfolgreich wie er zugeben musste.

Jun blickte Nino hinterher und schüttelte den Kopf. Wieso waren die beiden nur solche verdammten Sturköpfe? Er konnte nur hoffen heute mehr Glück bei Ohno zu haben, sonst könne er für nichts mehr garantieren. Immerhin ging diese ganze Angelegenheit nicht nur die beiden was an, sondern betraf auch ihre ganze Band. Wie sollten sie noch als Gruppe richtig funktionieren, wenn zwei sich langsam selbst zerstörten, nur weil sie einfach nicht auf ihre Gefühle hören wollten.

Er betrat wieder den Aufenthaltsraum und blickte Sho fragend an.

„Du kannst es vergessen, dass Nino je was sagen wird. Wie kann man nur so dumm sein. Das ist doch einfach nicht zum aushalten. Ok, ich hoffe du hast mit Ohno mehr Glück. Ich werde mal Masaki suchen gehen und versuchen ihn wieder etwas aufzumuntern. Noch einen unglücklichen mehr verkrafte ich heute einfach nicht. Viel Glück Jun.“

„Dir auch Sho und ich hoffe sehr, dass Aiba mir es nicht nachträgt. Es sollte wirklich nicht böse klingen.“

Sho drückte kurz Juns Schulter und ging dann hinaus. „Ich weiß ja und Masaki sicher auch. Kümmere du dich lieber um unser Liebespärchen.“, sagte Sho noch beim hinausgehen.

Jetzt konnte Jun nur noch auf Ohno warten und hoffen, dass dieser vernünftiger als Nino war. Er schnappte sich sein Buch und fing an zu lesen, aber weit kam er nicht, da auch schon die Tür aufging und Ohno eintrat. Dieser blieb in der Tür stehen und sah sich um.

„Guten Morgen. Wo sind denn die anderen alle? Müssten sie nicht schon längst hier sein?“

„Guten Morgen. Die anderen werden bald wieder hier sein. Wieso kommst du nicht hinein und wir reden noch mal über gestern? Du bist mir immer noch eine Antwort schuldig und denk nicht mal daran abzuhauen. Sho und Aiba stimmen mit mir überein und wir werden dich nicht so einfach davon kommen lassen wie gestern.“

Ohno schloss die Tür und setzte sich zu Jun mit auf das Sofa. Wenn selbst Aiba und Sho was gemerkt hatten und mit Jun unter einer Decke steckten, dann würde er diesem eh nicht mehr lange ausweichen können. Da könnte er das Gespräch auch gleich hinter sich bringen.

Sie schwiegen, Ohno wollte nicht wirklich reden und Jun wartete noch geduldig auf eine Antwort. Lange hielt seine Geduld allerdings nicht an.

"Und?", fragte Jun mit schneidender Stimme nach. Ohno zuckte zusammen, sagte aber noch immer nichts. Jetzt platzte dem Jüngsten echt der Kragen und er schrie Ohno an.

"Verdammt noch mal was ist so schwer daran mir zu antworten? Du weißt genau was ich wissen will, warum seid ihr beiden nur so unglaublich stur? Glaubst du etwa dass alles so weiter gehen kann wie bisher wenn du es einfach ignorierst? Das ist eine ernste Sache Riida, es betrifft nicht nur euch beide, es betrifft uns alle. Arashi kann nicht existieren wenn zwei von uns innerlich kaputt sind.", gegen Ende hin wurde Jun wieder leiser, er konnte einfach nicht mehr. Doch was er gesagt hatte, war nicht wirkungslos geblieben, jedenfalls saß Ohno nicht mehr nur schweigend auf dem Sofa.

"Das geht dich gar nichts an, das geht dich rein gar nichts an, hör auf dich in meine Privatangelegenheiten einzumischen.", Juns Augen weiteten sich, er hatte seinen Riida noch nie so aufgebracht gesehen. Der ältere hatte seine Stimme nicht erhoben, doch das hatte es noch schlimmer gemacht. Mit einem letzten vernichtenden Blick verschwand auch Ohno aus dem Raum und lies einen inzwischen ziemlich verzweifelten Jun zurück.

Ohno stürmte aufgebracht die Gänge entlang. Er hatte nie vorgehabt Jun so anzufahren, und es tat ihm schon fast wieder leid, doch das was der andere ihm ins Gesicht geschrien hatte, hatte ihm Angst gemacht. Eine unglaubliche Angst davor Arashi zu gefährden, nicht nur seine Freundschaft mit Nino stand hier auf dem Spiel, nein, Arashi stand auf dem Spiel.

Soweit hatte er nicht darüber nachgedacht. Konnten seine Gefühle wirklich so ein großes Opfer fordern? Warum konnte er nicht einfach ein ganz normaler Junge sein? Manchmal, in Situationen wie diesen wünschte er sich nichts sehnlicher, als das an seinen Entscheidungen nicht so viele Konsequenzen hängen würden. Das er mal einen Fehler machen durfte, ohne dabei gleich die Existenz von vier anderen gleich mit zu gefährden.

So in Gedanken vertieft merkte Ohno gar nicht, dass er direkt zum Dach rannte wo er gestern Nino gefunden hatte. Als er die Tür öffnete blieb er wie angewurzelt stehen. Einige Meter entfernt von ihm war Nino, welcher völlig aufgebracht auf dem Dach hin und herlief und irgendwas vor sich hinmurmelte. Er wollte gerade wieder gehen, als Nino sich umdrehte und ihn direkt anstarrte. Ohno konnte sehen wie Nino erst überrascht aussah und dann sofort seinen Blick wieder abwandte.

„Ich hätte es wirklich besser wissen müssen als mich zweimal am selben Ort zu verstecken. Was willst du hier? Bist du hier wegen dem was Jun gestern gesagt hat?“, hörte er Ninos leise Stimme.

„Jun? Wie…ich meine woher weißt du von dem Gespräch?“

„Es war keine Absicht. Wirklich, ich wollte nicht lauschen. Aber ich war gerade im Bad als ihr ins Zimmer gekommen seid und da habe ich alles gehört. Es tut mir leid.“

Nino war im Bad gewesen und hatte alles gehört? Wieso hatte er dann nichts gesagt? Ahnte er etwa was Ohno wirklich fühlte und wollte ihn deshalb nicht mehr sehen? War es vielleicht schon zu spät für ihre Freundschaft?

"Du willst nichts mehr mit mir zu tun haben” Es war eine Feststellung von Ohno, eine rein rhetorische Frage auf die er keine Antwort erwartete, weswegen er Ninos Verneinung auch gar nicht hörte. Er sah wie Nino irgendwas sagte, hörte es aber nicht, stattdessen wandte er den Blick ab. "Kann ich verstehen, ich würde wahrscheinlich auch nichts mehr mit mir zu tun haben wollen an deiner Stelle."

Tränen rannen jetzt über sein Gesicht hinterließen eine kalte nasse Spur auf seinen Wangen, doch er spürte sie genauso wenig wie er Ninos Worte hörte, Ninos Proteste das nicht er es war der nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte sondern andersherum. Er drehte sich um und verließ das Dach wieder, wusste nicht wohin ihn seine Beine trugen, einfach nur weg. Weg von Nino, weg von den Schmerzen, weg von allen Problemen.

Nino blieb verwirrt auf dem Dach zurück. Warum sollte er nichts mehr mit Ohno zu tun haben wollen? Er war es doch der mehr als Freundschaft für Ohno empfand und nicht andersherum.

„Nino?“, hörte er eine leise Stimme von der Tür aus.

„Was ist passiert? Wieso ist Ohno völlig aufgelöst weggerannt? Er schien mich nicht mal zu bemerken.“

„Wieso findet mich eigentlich jeder hier in meinem Versteck? Ich glaube ich sollte mir ein neues suchen. Wie hast du mich hier gefunden Aiba?“

„Ich habe euch gesucht weil wir alle unseren Terminplan für nächste Woche durchgehen wollten und außerdem haben wir uns Sorgen um euch gemacht, weil ihr beide so aufgelöst verschwunden ward. Und es ist wirklich nicht schwer sich zu denken wo man euch finden kann. Ihr liebt beide eure Ruhe und habt schon immer gern auf dem Dach gegessen und die Wolken oder Sterne beobachtet. Aber nun raus mit der Sprache. Was ist eben passiert?“

„Wieso will heute jeder soviel reden? Ich will doch einfach nur meine Ruhe haben.“

„Weil wir Freunde sind und uns Sorgen um euch machen. Wir wollen doch nur, dass es euch gut geht und ihr nicht unnötig leidet wie jetzt. Mir gefällt der freche und verspielte Nino viel besser der mir immer Streiche spielt, mich ärgert oder mich dazu bringt ihm was zu kaufen.“, bei seinen Worten lächelte Aiba Nino sanft an.

Nino erwiderte das Lächeln, für einen Moment sah er fast wieder wie der alte Nino aus, doch die schwarzen Ringe unter den Augen verrieten noch immer wie unglaublich Müde er war.

"Baka”, sagte er und haute ihm sanft auf den Hinterkopf, was Aiba zum kichern brachte. "Nun komm schon, wir kommen noch zu spät zur Besprechung." Er ging an dem größeren vorbei und in den so viel dunkleren Gang hinter der Tür. Für einen Moment hatten Aibas Worte Nino unglaublich glücklich gemacht, ja hatte ihn seine Probleme für einige Momente beiseite schieben lassen.

Gemeinsam gingen sie durch die langen vertrauten Gänge in den Aufenthaltsraum. Sho und Jun waren beide da, nur Ohno fehlte noch, Aiba meldete sich bereit nach Ohno zu suchen, und war auch gleich wieder verschwunden.

Bevor Aiba ging hatte er noch Jun und Sho zugeflüstert wie Ohno weinend und völlig am Boden zerstört das Dach verlassen hatte wo er Nino gefunden hatte.

Nino hatte sich gleich wieder auf das Sofa gesetzt und versuchte sich hinter seinem DS zu verstecken. Trotzdem konnte er die stechenden Blicke der anderen auf sich spüren. Aber er war sehr gut darin etwas zu ignorieren wenn er wollte und so reagierte er gar nicht auf Sho oder Jun als sie seinen Namen riefen. Als plötzlich sein DS aus seiner Hand gerissen und ans andere Ende des Sofas geschmissen wurde, zuckte Nino vor Schreck zusammen. Er hatte gar nicht bemerkt wie Jun näher gekommen war. Als er dann auch noch zwei Hände an seinem Kragen spürte und unsanft nach oben gezogen wurde, weiteten sich seine Augen und er musste schwer schlucken. Er könnte förmlich die Wut des anderen spüren. Im Hintergrund vernahm er Shos besorgte rufe der versuchte Jun wieder zu beruhigen.

„Was habt ihr jetzt schon wieder angestellt Ninomiya?“, grollte Jun ihn an. „Habt ihr beiden es immer noch nicht kapiert was hier vor sich geht? Liebt ihr es so sehr euch solchen Schmerzen auszusetzen oder seid ihr einfach nur verdammt dumm? Bei Ohno wundert es mich eigentlich nicht wirklich, aber von dir hätte ich mehr erwartet. Dir entgeht doch sonst nichts. Also, was ist auf dem Dach passiert?“

Nino wich seinen Blick weiterhin aus und schwieg, aber als Jun ihn etwas schüttelte fing er an zu reden.

ff zwei posts weiter unten

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Zuletzt bearbeitet von Niji am Mi Jun 17, 2009 5:11 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Careline
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BeitragVerfasst am: Mi Jun 17, 2009 5:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

WO ist der rest ;____;????

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Niji
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BeitragVerfasst am: Mi Jun 17, 2009 5:10 pm    Titel: Antworten mit Zitat

ai danke fürs bescheid sagen Careline, warum sagt das einem auch nicht wenn es nicht in einen Post passt? *seufz*

hier ist der rest:

„Ich habe ihm erzählt, dass ich euer Gespräch gestern gehört habe und darauf murmelte er etwas von, dass ich nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Ich verneinte es und meinte es wäre doch andersherum, aber er hat nichts gehört und ist weinend weggerannt. Ich weiß auch nicht wie er auf so was kommt.“

Jun blickte Nino ungläubig an. „Du hast unser Gespräch gestern mitbekommen und trotzdem verstehst du immer noch nicht warum Ohno so reagiert hat heute? Du bist ja noch dümmer als ich dachte. Verdammt. Benutze mal deinen Verstand und denke über unser Gespräch und über Ohnos Reaktionen der letzten Tage nach. Kannst du nicht sehen was er für dich fühlt?“, schrie Jun schon fast und schüttelte Nino wieder.

Ninos Augen weiteten sich, hieß das, hieß das was er dachte dass es hieß? Konnte er wirklich so viel Glück haben? Er dachte über alles nach was er in den letzten Tagen zusammen mit Ohno erlebt hatte, und langsam begann er zu verstehen, langsam begann alles einen Sinn zu machen.

"Er ist verdammt noch mal in dich verliebt Ninomiya Kazunari und du merkst es noch nicht mal, du merkst noch nicht mal wie du dabei bist alles kaputt zu machen mit deiner Ignoranz. Hör endlich auf dich selbst zu bemitleiden sondern tu etwas dagegen. Gott ich kann gar nicht verstehen was Ohno an dir findet." Jun schubste Nino von sich und drehte ihm den Rücken zu, ging zu dem Sofa und ließ sich erschöpft darauf sinken. Er legte seinen Kopf zurück und die Hand auf die Stirn. Wenn das nicht langsam ein Ende findet würde er das nicht überstehen.

Sho sah ihn geschockt an, war das richtig gewesen? Aber wenigstens schien Nino jetzt endlich einzusehen was für eine Dummheit er gemacht hatte. Er hoffte nur dass jetzt endlich alles gut ginge.

Genau diesen Moment suchte sich Aiba aus um mit einem nicht mehr ganz so Tränen verschmierten Ohno zurück zu kommen.

Sho dachte nicht weiter nach und schnappte sich Jun und Aiba und zog beide aus dem Raum.

„Den Rest überlassen wir dir Nino und mache jetzt bloß keinen Fehler.“

Ohno drehte sich um und wollte den anderen hinterher, da wurde ihm aber schon die Tür vor der Nase zugeschlagen. War denn heute jeder gegen ihn? Erschöpft lies er den Kopf gegen die Tür fallen.

„Ohno? Ohno sieh mich an. Ich muss mit dir reden? Bitte dreh dich um, ich möchte dir in die Augen sehen.“

Aber Ohno blieb stur. Er wollte jetzt nicht von Nino hören wie sehr er ihn verabscheute weil er romantische Gefühle für ihn hegte. Er konnte einfach nicht mehr und war am Ende mit seinen Kräften. Da spürte er zwei Hände auf seinen Schultern die ihn langsam aber bestimmt umdrehten. Kurz darauf legte sich eine kleine wohlbekannte Hand unter sein Kinn und hob seinen Kopf an. Ohno schloss die Augen und weigerte sich weiterhin Nino anzusehen.

Nino musste lächeln bei Ohnos Sturheit. Wie hatte er all die Zeichen nur so falsch deuten können? Ohno hatte dasselbe durchgemacht wie er und genauso viel Angst gehabt wie er ihre Freundschaft zu gefährden wenn er seine Gefühle preisgeben würde. Er beugte sich etwas vor und flüsterte leise in Ohnos Ohr.

„Du bist wirklich niedlich wenn du dich so auf stur stellst weißt du das? Da möchte ich dich am liebsten nur knuddeln.“, und mit diesen Worten küsste Nino Ohno auf die Nase und nahm ihn anschließend in die Arme und drückte fest zu.

Ohno war zu geschockt zu reagieren, wollte Nino wegschubsen damit dieser nicht mit ihm spielen konnte, wollte ihn fest an sich drücken, wollte ihn küssen, wollte so viel das er sich nicht entscheiden konnte, nach kurzer Zeit ließ Nino wieder etwas lockerer, so dass sie sich wieder in die Augen sehen konnten, und dann küsste Nino ihn auf den Mund. Nach kurzem zögern erwiderte er, schlang nun seinerseits seine Arme um den etwas größeren und vergoss Freudentränen.

Sie konnten ihr Glück beide kaum fassen, so blieben sie fast zehn Minuten stehen, bis Nino zurückwich und Ohno mit sich zum Sofa zog.

Die drei anderen Jungs die, die ganze Zeit vor der Tür gestanden hatten atmeten erleichtert aus. Wie es aussieht war alles gut gegangen. "Ne, wollen wir nicht Yakiniku essen gehen? Ich lade euch ein.", Aiba zwinkerte Jun zu und der lächelte zurück, Aiba war nicht mehr böse auf ihn, und er war ja auch gar nicht Nutzlos gewesen. Sie luden die beiden kleinsten nicht ein, wussten sie doch dass die beiden jetzt nicht gestört werden wollten.

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Careline
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BeitragVerfasst am: Mi Jun 17, 2009 5:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

SO VIEL FLUFF!! HeartHeartHeartHeartHeartHeartHeartHeartHeartHeartHeartHeartHeartHeartHeartHeartHeartHeart
Awww die ff ist so süß~ ^____________^ kyaa~~~~

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keniichi
Iza, now


Anmeldedatum: 08.06.2008
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BeitragVerfasst am: Sa Jun 20, 2009 2:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

hab die ff schon vor einigen tagen gelesen aber danach nicht die zeit gefunden etwas dazu zu schreiben 'gomen' -.-

so jetzt aber ^__^

wahh~~~~ ich liebe diese story
wie stur die beiden auch sein können XD
und wie blind ohno doch ist das er ninos liebe nicht merkt?! wie kann das möglich sein?
einfach nur schön zu sehen das die andern hinter ihnen stehn

Heart nach dieser FF noch eine größere ohmiya-fangirly ist yaaay~ Heart Ohmiya forever Heart

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Anny
How's it going


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Wohnort: Oldenburg

BeitragVerfasst am: Sa Jul 04, 2009 8:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Awwwwwwwww.....so viel Drama in der FF!! *kaum ausgehalten hab*
Total schöne und niedlige FF!!
Es ist doch immer wieder schön wenn Nino und Ohno sich finden!!! HeartHeart
.....hihi und wenn Jun sich aufregt!!

Ahhhh!! aber der traurige Aiba hat mir das Herz gebrochen....T__T
...was muss Jun auch immer so gemein zu Aiba-chan sein??? Very Happy

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It must be difficult to date Nino. I'd be like "Well I totally like you. But what about your husband?"
But it must be harder to date Ohno. Come to think of it, you would turn around and see Jun and Nino smiling at you.
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